04.10.2016, 13:47 Uhr

„Dragon“ gibt mir Sicherheit

Anita Schönberger mit ihrem Curly Coated Retriever „Dragon“, Christian Gutjahr und Karl Weissenbacher vom Messerli-Forschungsinstitut (v.l.).

Anita Schönberger und ihr Curly Coated Retriever „Dragon“ sind seit drei Jahren ein unzertrennliches Team.

„Mit meinem Dragon kann ich ein selbstständiges und selbstständiges Leben führen, er gibt mir Sicherheit und Freiheit“, so Anita Schönberger. Die Mitarbeiterin in der Abteilung 16 Verkehr und Landeshochbau in der Steiermärkischen Landesregierung leidet an einer unheilbaren Netzhautdegeneration und verfügt nur mehr über vier Prozent Sehleistung. „Ich kann hell und dunkel unterscheiden und erkenne große Umrisse und Schatten, wenn der Kontrast passt“, so Schönberger.

„Rund um den Hund“

Gemeinsam mit 16 weiteren Mensch-Blindenführhund-Teams hat sie an einem Aus- und Weiterbildungsseminar des Österreichischen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (BSVÖ) im Gästehaus Stubenberg teilgenommen. Unter dem Motto „Rund um den Hund“ standen dabei in erster Linie Gesundheits- und Entspannungsübungen für Mensch und Tier auf dem Programm.

35.000 bis 38.000 Euro

Organisiert wurde das Seminar von Christian Gutjahr, Vorsitzender des Gremiums für Blindenführhunde-Angelegenheiten des BSVÖ, als Sponsor konnte das Messerli-Forschungsinstitut gewonnen werden, das unter anderem auch mit der Prüfung von Assistenzhunden beauftragt ist. Fertig ausgebildete Blindenführhunde kosten rund 35.000 bis 38.000 Euro, „der Besitzer muss sich schließlich blind auf sie verlassen können“, so Karl Weissenbacher, der diese Prüfstelle leitet. Hauptaufgabe ist das sichere Leiten des Blinden bzw. Sehbehinderten und das Erkennen möglicher Hindernisse, wie Treppen, Türen, Lifte und Ampeln.

„Bitte nicht stören“

Und bei seiner Arbeit will der Blindenführhunde auch nicht gestört werden. Der Hinweis „Nicht stören – ich arbeite“ soll immer wieder vorkommenden „Streichelattacken“ verhindern. Und noch ein Hinweis ist Christian Gutjahr ganz wichtig: „Blindenhunde haben per Gesetz Zutritt zu allen öffentlichen Bereichen, aber bei vielen Menschen ist das leider noch immer nicht angekommen.“
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