23.06.2016, 17:24 Uhr

Religionen treffen sich im Tiroler Landhaus zu gemeinsamen Fastenbrechen

LRin Baur (5.v.l.)und StR Fritz (5.v.r.) mit VertreterInnen der Religionen (Foto: Yasin Bar)
Innsbruck: Landhaus | Landesrätin Christine Baur und Stadtrat Gerhard Fritz luden am 22. Juni die Religionen in Tirol ein, im Landhaus am gemeinsamen Fastenbrechen der Muslime teilzunehmen. In ihren Grußworten hoben sie die Wichtigkeit dieser Begegnung hervor, die zum besseren Zusammenhalt und zum gegenseitigen Verständnis beiträgt und das friedliche Miteinander der unterschiedlichen Religionen in Innsbruck und dem Land Tirol dokumentiert.

Die religiöse Praxis des Fastenbrechens wird nach der Entsagung von Speise und Trank zwischen dem Sonnenaufgang und dem Sonnenuntergang gepflegt und dient dazu, sich mit Freunden und Verwanden gemeinsam an einem Mahl, dem sogenannten Iftar-Essen, zu erfreuen. Burhan Türkmen, Vorsitzender der Islamischen Glaubensgemeinschaft für das Bundesland Tirol freute sich, dass an diesem Abend ein interreligiöser Dialog damit verbunden ist. Zekirija Sejdini, Professor für Islamische Religionspädagogik an der Universität Innsbruck, ging auf die Werte des Fastenmonats Ramadan ein, in dem besonders die Bescheidenheit, die Solidarität und das Teilen in den Vordergrund gestellt wird. In den meisten Religionen wird in unterschiedlicher Form das Fasten, oder eine bestimmte Fastenzeit gepflegt.

LR Baur meinte im Gespräch mit dem Vertreter der Kirche Jesu Christi der Heilige der Letzten Tage (Mormonen), Gerhard Egger, dass ihr besonders die ruhige und respektvolle Atmosphäre bei dieser Zusammenkunft auffalle. Etwas was der 'Große Saal' im Landhaus in dieser Form nicht so oft sieht. Gerade durch diesen respektvollen Umgang miteinander wird die gute Beziehung zwischen den Religionen hier in Tirol zum Ausdruck gebracht. Ein reichhaltiges Buffet mit warmen Speisen erfreute zudem auch den Gaumen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an diesem ersten Iftar-Essen im Landhaus.
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