06.05.2016, 14:23 Uhr

MEINUNG: Die Lohnnebenkosten müssen endlich runter

Über die Lohnnebenkosten wird wesentlich unser Sozialstaat finanziert. (Foto: MEV Verlag GmbH)

Die Politik versucht schon seit Jahren mit einer Reihe von Maßnahmen ältere Beschäftigte im Arbeitsleben zu halten. Trotzdem kündigen viele Firmen, die im harten internationalen Wettbewerb stehen, vor allem ältere Leute. Ob das gescheit ist, ist zu hinterfragen.

ÖSTERREICH. Ältere Mitarbeiter sind nun mal für die Unternehmen grundsätzlich teurer als jüngere. Also muss man endlich einen wirksamen Weg finden, wie die Unternehmen ältere Beschäftigte im Betrieb halten können.

Letztendlich geht das nur über die Lohnnebenkosten. Es würde schon in einem ersten Schritt genügen, wenn man einmal nur für ältere Mitarbeiter die Lohnnebenkosten endlich herabsetzt. So entlastet man einerseits die Betriebe und macht andererseits älterer Mitarbeiter in Summe von den Gesamtkosten her günstiger.

Schon klar: über die Lohnnebenkosten wird wesentlich unser Sozialstaat finanziert und jeder Einnahmensrückgang dort bedeutet eine Gefahr für das Wohlfahrtssystem. Aber ein älterer Arbeitnehmer, der seinen Job behält, zahlt trotzdem noch immer ins System ein. Wer hingegen seinen Job verliert und keinen neuen mehr findet, kann das nicht mehr tun. Stellt sich also die Frage, was sich am Ende mehr auszahlt. Für die Volkswirtschaft – aber auch für die Betroffenen selbst.
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