26.05.2016, 06:00 Uhr

Geringe Bienenverluste im heurigen Winter

Zukunft Biene: Zoologen der Uni Graz präsentieren die Ergebnisse des Forschungsprojektes. (Foto: Bilderbox)
Das Forschungsprojekt „Zukunft Biene“ (2014–2017) hat die Untersuchung der Bienengesundheit in Österreich zum Ziel. Zoologen der Universität Graz präsentieren nun die Ergebnisse der Überwinterungsverluste, die im Rahmen der zum neunten Mal stattfindenden Erhebung von 1289 Imkereien gemeldet wurden. Diese hatten insgesamt 23.418 Bienenvölker eingewintert. Die Verlustrate betrug 8,1 Prozent im Winter 2015/16 (mit einem Vertrauensbereich von 7,4-8,8 Prozent). In der Steiermark wurden 190 Imkereien mit insgesamt 3.788 Bienenvölkern untersucht. Auch hier betrug die Verlustrate zirka 8,7 Prozent. Starben österreichweit im Winter 2007/08 noch 13,3 Prozent konnte der Verlust damit im heurigen Winter auf 8,1 Prozent der Honigbienen gesenkt werden.


Zukunft Biene

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW), der Imkerei-Dachorganisation „Biene Österreich“ und den Bundesländern finanzierten Projektes „Zukunft Biene“ wurde außerdem eine Beobachtungsstudie durchgeführt, mit Besuchen und Probenahmen an über ganz Österreich verteilten Bienenständen vor und nach der diesjährigen Überwinterung. Erste Auswertungen zu Winterverlusten der an dieser Studie teilnehmenden Betriebe bestätigen die geringe Wintersterblichkeit: 185 Betriebe mit 12.489 eingewinterten Völkern verzeichneten einen Verlust von 8,6 Prozent.
Ein weiteres Ziel ist es, Informationen zum Vorkommen der wichtigsten Bienenkrankheiten zu erhalten und den Befall mit der parasitischen Varroa-Milbe vor der Haupt- und Restentmilbung zu erfassen. Daran anschließend erfolgen bei einem Teil der entnommenen Proben Analysen auf den Darmzellparasiten Nosema, auf einige Bienenviren und auf Chemikalien-Rückstände, um nachträglich mögliche Zusammenhänge mit aufgetretenen Winterverlusten zu untersuchen.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.