04.08.2016, 13:27 Uhr

Schwerer Arbeitsunfall in Langenwang

Ein Kran war bei einer Gewässerschutzanlage im Einsatz und in die 110 kV-Leitung der ÖBB geraten, vermutlich aufgrund eines technischen Gebrechens. (Foto: Fünder)

Ein Kranarm eines Kranwagens geriet in eine KV-Oberleitung, der Kranfahrer erlitt lebensgefährliche Verletzungen. S 6 war für Stunden gesperrt.

Zu einem schweren Arbeitsunfall ist es gestern gegen 8.20 Uhr in Langenwang neben der S 6, der Semmering Schnellstraße, gekommen. Ein Kran war bei einer Gewässerschutzanlage im Einsatz und in die 110 kV-Leitung der ÖBB geraten, vermutlich aufgrund eines technischen Gebrechens. Der unmittelbar neben dem Kranwagen stehende 48-jährige Kranfahrer aus dem Bezirk Leibnitz erlitt durch zwei Stromstöße lebensgefährliche Verletzungen und wurde nach der medizinischen Erstversorgung durch die Sanitäter des Arbeiter Samariterbundes Langenwang sowie dem NAW Team des RK Mürzzuschlag mit dem Rettungshubschrauber Christophorus 12 in das LKH Graz überstellt und dort weiter stationär behandelt.

Totalsperre der S 6

Aufgrund des massiven Gefährdungsgrades im Unfallbereich wurde zur Vermeidung weiterer Personen- und Sachschäden bis 14.35 Uhr eine Totalsperre der S6 zwischen Mürzzuschlag und Langenwang verfügt. Eine örtliche Umleitung des Verkehrs wurde durch das Ortsgebiet der Marktgemeinde Langenwang durchgeführt.
Eine Stromabschaltung der ÖBB 110 KV-Oberleitung wurde unverzüglich durch die Vorort anwesenden ÖBB Mitarbeiter fachgerecht durchgeführt. In weiterer Folge wurde durch die weitere Neigung des Kranarms in die KV Oberleitung und der dadurch erfolgten Überlastung der Stromleitung ein Stromkabel gekappt. Dadurch kam es zu einer weiteren erheblichen Beschädigung an der KV Oberleitung sowie der dortigen Lärmschutzwand. Der Kranarm des beschädigten Kranfahrzeuges wurde in weiterer Folge durch zwei weitere Kranfahrzeuge gesichert und von dem Straßenbereich der S6 sowie von der dortigen Lärmschutzwand entfernt.
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