05.04.2016, 09:50 Uhr

Feldbach löst die Erosion

Die Äcker auf Hanglagen machen den Straßenerhaltern und Feuerwehren zunehmend Sorgen. Tonnenweise fruchtbarer Humus wird alljährlich in Straßengräben, Kanalisation, auf Radwege und Straßen geschwemmt.
Der Maschinenring Raabtal hat mit Unterstützung der Stadtgemeinde Feldbach ein Streifenfrässaatgerät angeschafft. Das Schweizer Fabrikat soll künftig Erosion auf Hanglagen verhindern. „Ohne die Unterstützung der Stadt wäre diese Investition nicht möglich gewesen“, weiß Maschinenring-Geschäftsführer Markus Lafer. Die Stadtgemeinde hat eine einmalige Förderung von 30.000 Euro genehmigt. „Das Geld geht eins zu eins in die Landwirtschaft. Das zeigt, dass die Landwirtschaft in der neuen Stadt Feldbach nicht hinten angereiht wird“, ist Lafer - selbst Feldbacher Gemeinderat – voll des Lobes für die Stadtregierung.
Das Gerät fräst und sät in einem Bereich von 30 Zentimetern, während es zwischen den Reihen 40 Zentimeter unbearbeitet lässt. Dadurch soll bei Starkregen die Rinnenbildung ausbleiben. Besonders geeignet ist die Maschine für das Säen von Mais, Kürbis und Hirse, weiß Helmut Buchgraber, Feldbachs Finanzstadtrat und selbst leidenschaftlicher Landwirt. Buchgraber kann es sich im Rahmen der Präsentation nicht verkneifen, die geringe Teilnahme der Landwirte anzumerken. „Wir haben alle Feldbacher Bauern eingeladen. Die Anwesenheit ist enttäuschend. Scheinbar brennt das Problem noch zu wenig unter den Nägeln. Dabei sollten wir wissen, dass es in den Schubladen Gesetzesentwürfe gibt, die den Ackerbau auf Hanglagen verbieten. Wenn diese Gesetze dann beschlossen werden, jammern wir, anstatt vorher zu handeln.“
Die Anbauleistung des neuen Gerätes liegt bei einem Hektar pro Stunde. Der Maschinenring vermietet es. Von den Feldbacher Landwirten kann es vergünstigt gemietet werden. In Auersbach ist das neue Gerät in den kommenden Tagen bereits für 35 Hektar gebucht. Buchgraber wünscht sich Nachahmer: „Dem Bespiel von Feldbach könnten andere Gemeinden folgen. Dann hätten wir das Erosionsproblem gebannt.“
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