06.10.2016, 07:53 Uhr

ÖDK-Flächen als EU-Projekt

NAbg. Beppo Muchitsch, hier mit den SPÖ-Entscheidungsträgern des Kernraums, ist die Schnittstelle zum Bund. (Foto: Cescutti)

Ein gemeinsames Flächenmanagement für den weststeirischen Kernraum wird angedacht.

Mit der Demontage der ÖDK-Anlagen entstand eine brachliegende Fläche von 245.000 Quadratmetern im städtischen Kerngebiet in Voitsberg und Bärnbach. Diese Fläche soll nun als innovatives Industrie- und Gewerbegebiet für eine nachhaltige Entwicklung der Region sorgen. In regelmäßigen Abständen trifft sich NAbg. Beppo Muchitsch mit den SPÖ-Bürgermeistern und -Vize-Bürgermeistern des Kernraums und immer sind die ÖDK-Flächen eines der Hauptthemen. Muchitsch ist auch die Schnittstelle zu den Bundesstellen, was Fördermittel und Lobbying betrifft.

Hochwasserprojekt

Der Baustart auf den ÖDK-Flächen hängt eng mit der Fertigstellung der Hochwasserschutzmaßnahmen zusammen. "Das Hochwasserprojekt ist eingereicht, um auf Bundesebene Fördermittel zu bekommen", so Muchitsch beim Treffen in Maria Lankowitz. "Die Grundlagen sind da, noch heuer kommt es zu den Finanzierungsgesprächen." Muchitsch und die Kernraum-Bürgermeister hoffen auf den Start des Hochwasserschutzes mit Jänner 2017, dann könnten im Herbst 2017 die Bautätigkeiten der ansiedelnden Unternehmen auf den ÖDK-Flächen beginnen.

EU-Projekt

Eine weitere Maßnahme zur Förderung der ÖDK-Flächen ist die Einreichung eines EU-Projekts. "Wir haben das Modell einer Flächenmanagementagentur für den Kernraum entwickelt", so LAbg. Karl Petinger, der ebenfalls beim Treffen war. "Es gibt vom Land Steiermark einen Förder-Call, wo EU-Mitteln zu lukrieren sind", so Petinger. "In der Steiermark wird es sechs bis sieben solcher Projekte geben und unseres sollte auf alle Fälle dabei sein."
Das Regionalmanagement Steirischer Zentralraum hat ein Dispositionspapier zum Wirtschaftsstandort Kernraumallianz Voitsberg geschrieben, hier geht es um die Etablierung innovativer Qualitätskriterien zur Betriebsansiedlung am Beispiel der ÖDK-Gründe. Gleichzeitig wurde das Modell einer Flächenmanagementagentur entwickelt, welche die Brachfrlächen und Baulückenbestände zur zielgerichteten Enwicklung des Innenbereichs erfassen soll und das Flächenpotenzial analysiert und bewertet. In Folge sollen sich neue Unternehmen ansiedeln bzw. Flächen für junge Gründer zur Verfügung gestellt werden.
"Die Nutzen eines gemeinsamen Flächenmanangements liegen auf der Hand", so Petinger. "Stärkung der Kooperation der Gemeinden innerhalb der Stadtregion, Positionierung der Stadtregion als innovativer Standort im Steirischen Zentralraum, Bildung von Interessensgemeinschaften, Erhalt von Grün- und Freiflächen, Belebung der Ortskerne durch Nachnutzung der Leerstände und eine erweiterte Auswahl von geeigneten Grundstücken für Unternehmer."
Das Hauptziel dieses Pilotprojekts der Stadtregion Voisberg/Kernraumallianz (mit den Städten Voitsberg, Bärnbach, Köflach sowie den Gemeinden Rosental und Maria Lankowitz) ist es, die Gesamtflächenpotenziale der Stadtregion im Sinn eines nachhaltigen Bodenverbrauchs gemeinsam zu verwalten und ein aktives und nachhaltige Flächenmanagement dank interkommunaler Problemlösungen aufzubauen. In diesem Pilotprojekt wurden bereits Arbeitspakete festgelegt, die von der Entwicklung der operativen Strukturen für eine gemeinsame Agentur über das Aufzeigen von Finanzierungsmöglichkeiten bis hin zur Entwicklung von technischen Tools für ein gemeinsames Flächemanangement reichen. Die Programmabwicklung soll über die Landesabteilung 17 für Landes- und Regionalentwicklung von LH-Stv. Michael Schickhofer laufen.
Der Start des Projekts ist mit dem ersten Quartal 2017 anberaumt. Die Laufzeit beträgt 18 Monate, die Gesamtkosten betragen 150.000 Euro, wobei für die Gemeinden nur Eigenmittel von 45.000 Euro übrig bleiben, der Rest wird gefördert.
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