Klinikumbau: "Wir sind fertig"

STADT AMSTETTEN. "Wir können sagen, wir sind fertig", meint Christian Meznik zu einem "runden" Landesklinikum. "Oder sagen wir fast", so der Ärztliche Leiter in Richtung künftiger "Wünsche". "Die Arbeit wird nie enden", sagt Landesrat Karl Wilfing auch über Projekte an anderen Standorten, schließlich müsse die Versorgung ständig der Zeit angepasst werden.

Keine Wunder, aber alles tun

"Wir können keine Wunder wirken", meint der Landesrat, "aber wir können jeden das Gefühl geben, wir sind da und wir tun unser Menschenmögliches." Dies trifft auch auf die Politik und die Mittel, die sie zur Verfügung stellt, zu, so Wilfing. Es war eine logistische Herausforderung, erzählt Architekt Thomas Jedinger von der Stadlbauer & Partner ZT GmbH, schließlich sei das Haus voll in Betrieb gewesen. Daher bedürfe es für derartige Projekte einer genauen Steuerung und eines konstruktives Miteinanders, lobt er die Zusammenarbeit.

Blick hinter die Kulissen

In den vergangenen Jahren hat sich einiges rund ums Klinikum getan. Die BEZIRKSBLÄTTER warfen einen Blick hinter die Kulissen des neuen Spitals und zeigen fünf Punkte auf, die man über das Klinikum wissen sollte:

1. Investition: 39,8 Millionen

2012 erfolgte der Spatenstich zum nun abgeschlossenen Projekt. Inhalt dieses 15.000-m²-Projektes waren der Um- und Zubau der Abteilungen Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Neonatologie, Onkologie, Dialyse, Kaufmännische Direktion und Radiologie. Auch eine Kinderbetreuungseinrichtung für Mitarbeiter wurde gebaut, die rund 30 Jahre alte Küche und der Speisesaal wurden ebenso renoviert. Es wurden insgesamt 39,8 Millionen Euro investiert.

2. Musterstücke in Klinik

Seit April 2016 kann das neue Angiographiesystem (für Gefäßerkrankungen) eingesetzt werden. "Ein Musterstück", sagt Christian Meznik. "Man kann in Österreich weit gehen, um so ein Stück zu finden." Zudem ist die Radiologie mit zwei Magnetresonanz- und einem Computertomographen sowie einem digitalen Röntgenaufnahmegerät auf dem neuesten Stand.

3. 1,1 Millionen für Essen

Jährlich werden in der Küche des Klinikums rund 314.000 Portionen Essen zubereitet. Verarbeitet werden dabei rund 60 Tonnen Obst und Gemüse, mehr als 28.000 Liter Milch, etwa 8.000 Eier, rund 112.000 Semmeln, circa 4,5 Tonnen Reis und 5,4 Tonnen Bio-Rindfleisch. 1,1 Millionen Euro werden für Lebensmittel ausgegeben.

4. 9.000 Operationen im Spital

Derzeit arbeiten 1.129 Mitarbeiter im Krankenhaus. Mehr als 9.000 Operationen werden im Jahr durchgeführt. Die durchschnittliche Belegungsdauer der 360 Betten beträgt 4,45 Tage.

5. Babyboom im Klinikum

Am 1. September erblickten die Zwillinge Robin und Jana als 700. und 701. Babys das Licht der Welt. 2015 waren es am 1. September 608 Geburten.

Autor:

Thomas Leitsberger aus Amstetten

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