Neues Naherholungsgebiet
Amstetten - Millionen-Investition macht Url zum Erholungsgebiet für alle
- Georg Bauernfried (Ingenieurbüro Lang), Paul Bauernfried, Andreas Riedler (Fa. Riedler Kies- und Bau GmbH), Gemeinderat Bernhard Wagner, Umweltgemeinderätin Michaela Pfaffeneder, Franz Deinhofer (Land NÖ, Abt. WA3 Wasserbau), Dieter Stadlbauer (Stadtgemeinde Abt. Infrastruktur), Bürgermeister Christian Haberhauer, Oliver Huber (Land NÖ, Abt. WA3 Wasserbau), Ortsvorsteher Manuel Scherscher, Ortsvorsteher Andreas Gruber und Sylvia Bartl (Stadtgemeinde Abt. Umwelt).
- Foto: Stadt Amstetten
- hochgeladen von Eva Dietl-Schuller
Renaturierung gestartet: Bei Winkling entsteht ein neues Natur- und Naherholungsgebiet.
AMSTETTEN, „Wir lassen die Url wieder atmen. Die Renaturierung des rund 700 Meter langen Abschnitts gibt dem Fluss seine natürlichen Freiräume zurück und schafft gleichzeitig einen attraktiven Erholungsraum für die Bevölkerung“, informiert Bürgermeister Christian Haberhauer.
Im Zuge der Maßnahmen wird der Fluss wieder naturnah gestaltet. Flussschlingen mit abwechslungsreichen Flach- und Steilufern entstehen neu und geben dem Gewässer seine natürliche Dynamik zurück. Buchten und tiefe Kolke schaffen unterschiedliche Strömungsverhältnisse und verbessern die Lebensbedingungen für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Ergänzt werden die Maßnahmen durch Totholzstrukturen und Stillgewässer, die als wertvolle Rückzugs- und Fortpflanzungsräume insbesondere für seltene und gefährdete Arten dienen.
Habitate für Amphibien und Fische
„Die Renaturierung stärkt die ökologische Vielfalt des Flusses nachhaltig. Durch die unterschiedlichen Gewässerstrukturen entstehen neue Habitate für Amphibien, Fische, wie der Huchen, und seltene Vögel, wie der Eisvogel. Eine naturnahe Gewässerentwicklung verbindet ökologischen Mehrwert mit einer nachhaltigen Gestaltung unserer Flusslandschaften“, betont Umweltgemeinderätin und Obfrau des Wasserverbandes Ybbs-Unterlauf Michaela Pfaffeneder.
„Naturnahe Gewässer sind wichtige Verbündete im Kampf gegen die Auswirkungen des Klimawandels. Sie verbessern die Biodiversität, fördern den Wasserrückhalt und leisten einen wichtigen Beitrag für eine intakte Umwelt“, erklärt Gemeinderat Bernhard Wagner.
Neben der ökologischen Aufwertung entsteht entlang des renaturierten Abschnitts auch eine neue Geh- und Radverbindung. Sie ermöglicht es, die neu geschaffene Flusslandschaft unmittelbar zu erleben und verbindet Naturerlebnis mit sanfter Mobilität.
Wasserwirtschaft und Regionalentwicklung
Das Projekt ist Teil einer langfristigen Strategie zur ökologischen Entwicklung der Flusslandschaft und verbindet moderne Wasserwirtschaft mit nachhaltiger Regionalentwicklung.
„Mit der Fertigstellung des Projekts gewinnt die Stadt nicht nur einen ökologisch wertvollen Naturraum, sondern auch einen neuen Ort der Begegnung, Bewegung und Erholung in Form eines naheliegenden und kostenlosen Freizeitangebots“, so Preinsbachs Ortsvorsteher Andreas Gruber.
Darüber hinaus betont Manuel Scherscher, Ortsvorsteher von Mauer-Greinsfurth: „Die Url bekommt wieder den Raum, den sie bei Hochwasser braucht. Gleichzeitig wird unser Naherholungsgebiet deutlich aufgewertet. Es ist eine Win-Win-Situation für Mensch und Natur.“
Investiert werden rund 1,8 Millionen Euro. Das Projekt wird mit Mitteln vom Bund (60 %), Land NÖ (30 %), Biodiversitätsfond (8 %) und der Stadtgemeinde (2 %) umgesetzt.
Bundesminister Norbert Totschnig betont: „Naturnahe Flüsse sind unverzichtbar – für die Menschen ebenso wie für unsere Umwelt. Revitalisierungsprojekte wie jenes an der Url zeigen eindrucksvoll, dass sich der Schutz der Biodiversität und attraktive Naherholungsräume erfolgreich miteinander verbinden lassen. Wer in die Gewässerökologie investiert, investiert in lebenswerte Regionen, stärkt die heimische Wirtschaft und schafft einen nachhaltigen Mehrwert für kommende Generationen. Solche Vorzeigeprojekte gelingen nur durch das engagierte Zusammenspiel wie hier an der Url vom Umweltministerium, Land Niederösterreich und der Stadtgemeinde Amstetten. Insgesamt werden 1,8 Mio. Euro in die Revitalisierung der Url investiert, das Umweltministerium trägt davon 1 Mio. Euro, auch der Biodiversitätsfonds leistet einen Beitrag.“
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