Grünes Verkehrskonzept für Niederösterreich

Verkehrssprecherin Amrita Enzinger (r.) und Landessprecherin Madeleine Petrovic
  • Verkehrssprecherin Amrita Enzinger (r.) und Landessprecherin Madeleine Petrovic
  • Foto: Grüne NÖ
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Die Grünen NÖ fordern eine Grundsatzdebatte über den öffentlichen Verkehr. Im Budget für 2014 des Landes sind 361 Millionen Euro für den Straßenbau, aber nur 117 Millionen Euro für den öffentlichen Verkehr (inkl. P&R Anlagen) vorgesehen. Öffentlicher Verkehr ist eine öffentliche Aufgabe und leistbare Mobilität ist ein Grundbedürfnis für alle Menschen, von jung bis alt und bedeutet auch soziale Kontakte für diese.
Verkehrssprecherin Amrita Enzinger: „In Niederösterreich vermissen wir die Alternative zum Auto! Anscheinend geht die Landesregierung davon aus, dass die Öffis in NÖ kaum Zukunft haben, insbesondere die Bahn; für Schulkinder und Arbeitskräfte verkehren Busse; abseits der typischen Beginn- und Endzeiten von Schulen und Arbeitsstätten ist das Angebot in unserem Bundesland extrem dünn. An Wochenenden und zu Ferienzeiten steht der öffentliche Verkehr in weiten Teilen NÖ still.“
Die Grünen NÖ beziehen sich unter anderen hier auf den Verkehrsdienstevertrag mit der ÖBB. In diesem Vertrag wird vereinbart, welche Leistungen, d.h. welche Verbindungen, wie viele Züge etc. das Land jährlich von der ÖBB einkauft. Von diesem Paket der ÖBB kauft das Land bewusst nur 30% ein, damit kann nur schwer ein vernünftiges Angebot an öffentlichen Verkehr geschaffen werden.

„Daher braucht es den politischen Willen zum Ausbau und Investition in die bestehenden Netze, denn die Menschen brauchen in NÖ einen besseren, leistbareren öffentlichen Verkehr. Dazu braucht es den Mut der Landesregierung hier tätig zu werden und eine nachhaltige Verkehrspolitik für unsere Kinder und Enkelkinder zu machen, denn das Land NÖ ist in seine Pflicht zu nehmen“, so Verkehrssprecherin Amrita Enzinger.

Die Landessprecherin der Grünen NÖ Madeleine Petrovic weiters: „ Wir werden uns mit den Verkehrsinitiativen und Bürgerinitiativen in NÖ vernetzen und gemeinsam Druck auf die Verantwortlichen im Land machen“.

Die Einführung des 365-Euro-Jahrestickets für NÖ würde etwas mehr als 10 Millionen Euro kosten. Angesichts der Investitionen in Straßen und Prestigeobjekte wie die Mariazeller Bahn, ein „Klax“, sind sich Petrovic und Enzinger einig.

Die Grünen NÖ fordern daher:

· Verfassungsgarantie für den Erhalt / die Wiedereinrichtung alter Bahnstrecken / Modernisierung alter Bahnstrecken
· Umverteilung der Mittel hin zu einem sehr gut ausgebauten Öffentlichen Verkehrsnetz
· Rasch längst überfällige Tarif Reform, die die größeren Distanzen in NÖ neutralisiert (d.h. das 365-Euro-Ticket)
· Kombiangebote, die zum Umsteigen an Knotenpunkten möglichst weit draußen einladen
· Flächendeckende LKW-Maut
· TOP Jugendticket für alle Jugendliche in Niederösterreich

Autor:

Peter Zezula aus Niederösterreich

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