09.09.2014, 12:24 Uhr

Altes Internat in Amstetten wird zu neuem Zentrum

Michael Wiesner, Josef Bichler, Ursula Puchebner, Marion Pitzl, Stefanie Hudler und Werner Pitzl. (Foto: Stadt)

Neues Zentrum für die Jugend: Gemeinde belebt ehemaliges Berufsschulinternat.

AMSTETTEN. Nach der Übersiedlung der Landesberufsschule samt Internatsbetrieb in das neue Gebäude an der Umfahrungsstraße hat vergangenes Jahr die Stadtgemeinde das Areal des ehemaligen Schülerheimes in der Anzengruberstraße von der Landesinnung der Niederösterreichischen Metalltechniker erworben und dem leer gewordenen Objekt bereits wieder neues Leben eingehaucht.

Aubildungsfit im alten Internat

Das Beschäftigungsprojekt Transjob hat inzwischen bereits mehr als die Hälfte der Flächen angemietet. Künftig soll hier das Jugendprojekt „Ausbildungsfit“ am Standort Anzengruberstraße etabliert.
Jugendliche, welche nach der Schule Probleme beim Einstieg ins Berufsleben haben, soll dieses Projekt bei der Berufsfindung und der Integration in das Arbeitsleben unterstützen. In der angeschlossenen Betriebsküche wird zusätzlich vier Lehrlingen ein Ausbildungsplatz in Form einer überbetrieblichen Lehrwerkstätte angeboten.

Pilotprojekt im alten Internat

Das Beschäftigungsprojekt Transjob startet ein einmaliges Pilotprojekt in Form eines „Stufenmodells der Integration“. Das Modell wird vom Arbeitsmarktservice finanziert und ist vorerst bis 2016 befristet.
Aufgabe dieses Pilotprojektes ist es, arbeitsmarktfernen Personen individuelle Einstiegsmöglichkeiten ins Berufsleben anzubieten und diese durch Beratung, stundenweise Beschäftigung und Arbeitstraining wieder an den Arbeitsprozess heranzuführen und einzugliedern.
Das Ziel ist die nachhaltige Vermittlung der Transitarbeitskräfte an den ersten Arbeitsmarkt.

Kidsnest zieht ein

2015 wird das derzeit im Ärztecenter untergebrachte Krisenzentrum der Kidsnest Gmbh ebenfalls in das Gebäude des ehemaligen Berufsschulinternats übersiedeln.
In den neuen Räumlichkeiten in der Anzengruberstraße wird durch das umfangreichere Raumangebot eine noch bessere Betreuung der Jugendlichen gegeben sein, ist Bürgermeisterin Ursula Puchebner überzeugt. Geplant ist, so Puchebner, auch die restlichen Flächen einer ähnlichen Zweckwidmung zuzuführen, sodass hier künftig eine Art „ Jugendkompetenzzentrum“ entstehen könnte, in dem verschiedene Einrichtungen synergetisch zusammenarbeiten können.

Neues Jugenzentrum

So konnten etwa über Vermittlung von Nationalrätin Ulrike Königsberger-Ludwig dem Verein „Sonic Vibe“ im Keller zwei Räume für Jugendlichezur Verfügung gestellt werden, welche Bandprobenlokale suchen. Auch das Jugendzentrum wird vorübergehend Ihr Quartier in der Anzengruberstraße aufschlagen, da 2015 der Neubau des A-Tolls geplant ist. Mittelfristig will die Stadt gemeinsam mit den Mietern erreichen, das Gebäude kostendeckend zu betreiben, so Vizebürgermeister Michael Wiesner.
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