17.10.2014, 11:23 Uhr

Zum 50. Mal: Wissenschaftspreise des Landes NÖ vergeben

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll mit den Preisträgern der Würdigungspreise Vizerektor Univ.-Prof. DI Dr. Johannes Fröhlich (r.) und Univ.-Prof. Mag. DI Dr. Halina Baran. (Foto: NLK Pfeiffer)

Niederösterreichs "Nobelpreise"

Seit 50 Jahren vergibt das Land Niederösterreich Preise an Wissenschafterinnen und Wissenschafter, die besonderes geleistet haben. 1964 wurden die Wissenschaftspreise in ihrem ersten Jahr noch durch Landeshauptmann Leopold Figl im familiären Ambiente des Rittersaals im Landhaus in Wien verliehen. Gestern, Donnerstag, konnte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll die hohen Auszeichnungen im Zuge einer glanzvollen Gala im voll besetzten Auditorium in Grafenegg überreichen.

Das Bundesland Niederösterreich habe in den letzten zehn Jahren rund 600 Millionen Euro in die wissenschaftliche Infrastruktur investiert, sagte Landeshauptmann Pröll im Gespräch mit der Moderatorin des Abends, Barbara Stöckl.

„In Wissenschaft, Forschung und Technologie liegt eine unglaubliche Innovationskraft“, betonte der Landeshauptmann weiters. Die Wissenschaftspreise würden auch dazu dienen, Vorbilder und Beispiele „vor den Vorhang zu holen“, um möglichst viele zu motivieren, ihnen nachzueifern, so Pröll. Dazu brauche es zum einen ein wissenschaftsfreundliches Klima und zum anderen auch eine entsprechende wissenschaftliche Infrastruktur, betonte er: „Wir wollen der Wissenschaft Raum und Freiraum geben und alle Möglichkeiten zur Entfaltung bieten.“

Wissenschaft und Forschung seien ein wichtiger Motor für Innovationskraft, meinte Landesrätin Dr. Petra Bohuslav: „In den letzten Jahren und Jahrzehnten ist quer durch Niederösterreich eine Wissenschaftsachse aufgebaut worden, und diese Wissenschaftsachse hat noch sehr viel Potenzial.“
„Wir brauchen das Wissen um die eigene Kompetenz“, betonte Landesrätin Mag. Barbara Schwarz im Zusammenhang mit der Zukunft der Bildungseinrichtungen: „Das lebenslange Lernen wird uns begleiten“. Weiters hob Schwarz auch die Bedeutung von Initiativen wie der „Langen Nacht der Forschung“ hervor.

Die Würdigungspreise, die zur Würdigung eines wissenschaftlichen Gesamtwerkes von überregionaler Bedeutung dienen, wurden an Univ.Prof. Mag. DI Dr. Halina Baran (Neurowissenschaft) und an Vizerektor Univ.Prof. DI Dr. Johannes Fröhlich (Organische Chemie) verliehen. Die Anerkennungspreise zur Förderung von Wissenschafterinnen und Wissenschafter, die mit ihrem Schaffen bereits fachliche Anerkennung gefunden haben, gingen an Univ.Prof. Dr. Harald Badinger (Sozialwissenschaft), Roman Beigelbeck (Sensorik Forschung), Dr. Stefan Treitl (Wirtschaftswissenschaft) und Assoz. Prof. DI Dr. Philip Walther (Physik). Der „Wissen schaf[f]t Zukunft Preis 2014“, der heuer im Gedenken an die Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner vergeben wurde, ging an Mag. Claudia Fallmann für ihre Diplomarbeit im Fach Internationale Entwicklung.
Im Zuge der Wissenschaftsgala fand auch eine Key-Note-Diskussion zum Thema „Vom Nutzen des Unnützlichen – Dient die Wissenschaft dem gesellschaftlichen Fortschritt?“ statt. Beiträge dazu lieferten die Immunologin und Professorin für Komparative Medizin Univ.Prof. Dr. Erika Jensen-Jarolim, der Romancier und Essayist Dr. Robert Menasse und der Geschäftsführer der Rupert Fertinger GmbH KommR Veit Schmid-Schmidsfelden.
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Anton Gsandtner aus Tulln | 17.10.2014 | 13:22   Melden
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