07.12.2017, 14:54 Uhr

FPÖ-Nationalrätin: "MeToo" nur Ablenkungsmanöver, eigentliches Problem sind Vergewaltigungen durch Asylwerber

Die Internetseite der Nationalrätin mit der Stellungnahme zur MeToo-Bewegung und zu sexuellen Übergriffen ... (Foto: Screenshot)
BEZIRK AMSTETTEN. Sie hätte sich "lange Zeit zurückgehalten", schreibt FPÖ-Nationalrätin Edith Mühlberghuber auf ihrer Internetseite. Nun nimmt sie doch Stellung: "Ich denke, dass diese momentane MeToo-Hysterie auch als Ablenkungsmanöver genutzt wird, um über die eigentlichen Probleme in unserem Land, wie zum Beispiel die zunehmenden Vergewaltigungen durch Asylwerber, hinwegzutäuschen." Unter dem Titel "#MeToo" kamen zahlreiche sexuelle Übergriffe von Männern gegen Frauen an die Öffentlichkeit.

"Ich finde das letztklassig"

"Ich frage mich, wie man als Frau und Politikerin die MeToo-Bewegung dazu gebrauchen kann, um daraus wieder einmal eine Asylwerberdiskussion zu machen. Ich finde das letztklassig", erwidert die Amstettner SPÖ-Nationalrätin Ulrike Königsberger-Ludwig.
Es gehe nicht um eine Hysterie, sondern um das Leid der Frauen.

Übergriffe bewusstmachen

Ähnlich sieht das auch die Mostviertler Frauenberatung: "Wir erleben MeToo nicht als Hysterie, sondern als Bewusstmachen sexueller Übergriffe auf breiter Ebene", heißt es seitens der Frauenberatung, die betont: "In jedem unserer Workshops für Mädchen ab 14 Jahren erzählt fast jede von erlebten Übergriffen, beim Fortgehen, am Schulweg, in der Schule und am Arbeitsplatz", berichtet die Frauenberatung.
"MeToo ist kein Ablenkungsmanöver. Diese wichtige Kampagne mit anderen Themen – wie zum Beispiel Migration – zu verknüpfen, ist unzulässig und vorverurteilend", heißt es weiter.

"Ein Nein ist ein Nein"

Sie verurteile jede sexuelle Gewalt, stellt Mühlberghuber klar. "Sich nach 30 Jahren über einen Übergriff zu beschweren, ist zu spät", meint sie allerdings in Richtung von Nicola Werdenigg und ihren Vorwürfen gegen den Österreichischen Skiverband.
"Ich finde: Wenn einem etwas unangenehm ist, dann sollte man das sofort klar und deutlich sagen. "Ein Nein ist ein Nein, und das müssen wir Frauen klarstellen", erklärt sie.

Nicht jede kann "Nein" sagen

"Dennoch sollte man nicht außer Acht lassen, dass es auch Frauen gibt, die das nicht können", erwidert Königsberger-Ludwig, die etwa auf "sexuelle Übergriffe in einem Abhängigkeitsverhältnis" verweist.


Das gesamte Kommentar von Edith Mühlberghuber ist hier zu lesen.
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