Tierschützer und Behörde schritten ein
Schweine fast 13 Stunden unversorgt in Anhänger gelassen

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Fast 13 Stunden lang wurden Schweine in einem Anhänger auf engstem Raum sich selbst überlassen, ohne mit Futter oder Wasser versorgt worden zu sein.

BEZIRK BRAUNAU. Fast 13 Stunden lang wurden Schweine am 28. Oktober in einem Anhänger auf engstem Raum sich selbst überlassen, ohne mit Futter oder Wasser versorgt worden zu sein. Eine besorgte Bürgerin informierte am Mittwochabend eine Tierschutzorganisation via Facebook, die sofort aktiv wurde und die nahe Pfotenhilfe in Lochen am See alarmierte. Die Tierschützer machten sich sofort zum Ort des Geschehens auf, einem Schlachthof im Bezirk Braunau, wo sie einen Anhänger, beladen mit Schweinen, vorfanden. Dieser habe laut Augenzeugen "schon den ganzen Tag" dort gestanden. Wie sich herausstellte, wurden die Tiere weder mit Futter noch mit Wasser versorgt.

Im Anhänger befanden sich 95 Schweine. Angela Stoffner von der Bezirkshauptmannschaft Braunau und eine Amtstierärztin waren vor Ort. Die Tierärztin ordnete den sofortigen Transport der Tiere vom Parkplatz in den Stall der Metzgerei an. "Bei der Entladung der Tiere konnte festgestellt werden, dass sie zwar Kratzspuren aufwiesen, aber keine offensichtlichen schweren Verletzungen. Ein Tier war lahm, konnte sich aber bewegen, wurde allerdings in eine Einzelbucht gebracht, um dort Ruhe zu haben", berichtet Stoffner. Die Tiere erhielten sofort Wasser und wurden berieselt, danach blieben sie bis zum Zeitpunkt der Schlachtung, die für 6 Uhr morgens geplant war, in den Warteboxen.

Es handelte sich um Schweine aus Deutschland, die offenbar regelmäßig an den Innviertler Schlachthof geliefert werden. Laut Polizei erhielt die Metzgerei kurz vor Mittag eine Lieferung von insgesamt 167 Schweinen von dem deutschen Viehhändler. Davon wurden 72 Schweine sofort abgeladen und geschlachtet. Die 95 übrigen Tiere verblieben bis zur Schlachtung auf dem Anhänger des Lieferanten und wurden auf einem Parkplatz in der Nähe abgestellt. Die Tiere waren dort von circa 12.30 bis 1.15 Uhr im Anhänger.

Der Sachverhalt wurde bei der BH Braunau angezeigt. "Nach den geltenden Regelungen für Tiertransporte sind Tiere umgehend zu entladen und ist die Transportdauer so kurz wie möglich zu halten. Das wird verwaltungsstrafrechtlich zu beurteilen sein. Ob es sich um einen Fall von Tierquälerei handelt, werden die Gerichte zu befinden haben", so Stoffner.

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