12.12.2017, 20:49 Uhr

Technologie am letzten Stand

Hochwasserschutz entlang der Donaulände.

In zwei Bauphasen wird der Hochwasserschutz entlang der Donau adaptiert, und das mit neuester Technik.

HAINBURG/D. Die Gemeinden entlang der Donau kämpfen seit Jahrhunderten gegen die Wassermassen, wenn der Fluss wieder Hochwasser führt. In Hainburg wurde die Brückenkette bei Stromkilometer 1883,670 bis 1884,330 entlang der Eisenbahntrasse an der Donaulände zu Beginn des 20. Jahrhunderts als reines Verkehrsbauwerk errichtet. Später adaptierte die Donauhochwasserschutz-Konkurrenz (DHK) das Bauwerk als Hochwasserschutzanlage und versah es mit Mauern zwischen den Pfeilern und Dammbalkenverschlüssen bei den Durchgängen. Im Laufe der Zeit allerdings zeigten sich Schwachstellen, die nun aufwendig und mit allen technisch zur Verfügung stehenden Mitteln saniert werden.

Jahrhunderthochwasser

Beim Hochwasser im August 2002 trat stadtseitig entlang des Mauerwerks Wasser aus, nach Untersuchungen musste im schlimmsten Fall ein hydraulischer Grundbruch befürchtet werden. Die Sanierung wurde von der DHK beschlossen und viadonau, Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH, ein Unternehmen des Verkehrsministeriums, mit deren Durchführung beauftragt. Im Jahr 2011 und 2012 wurde der Untergrund unter den Fundamenten der Schutzmauern zwischen den Pfeilern bis zur Unterkante der Fundamente mittels Düsenstrahlverfahren abgedichtet. Wasserseitig wurde die Mauer mit Flüssigkunststoff abgedichtet, die bestehenden Mauern zwischen den Pfeilern wurden um 27 Zentimeter erhöht.

Hochwasser 2013

Beim letzten Hochwasser im Jahr 2013 konnte das Bauwerk Hainburg erfolgreich schützen, dennoch zeigten sich im Bereich der ehemaligen Haltestelle erneut Wasseraustritte. An deren Behebung sowie dem weiteren Ausbau des Hochwasserschutzes wird aktuell seit September im Zuge des Projekts "Hochwasserschutz Donau-Marchfeldschutzdamm, Hainburg, Wolfsthaler Damm" fieberhaft gearbeitet.

Unterirdische Arbeiten

In der aktuell stattfindenden 2. Bauphase der Sanierung werden die fehlenden Bereiche unterirdisch abgedichtet. Die bis zu fünf Meter tief reichende Dichtwand besteht aus einem Boden-Zement-Körper, der im Düsenstrahlverfahren hergestellt wird. Dabei wird mit Hochdruckpumpen ein Wasser-Zement-Gemisch mit dem anstehenden Boden vermischt und so ein technisch dichtes Wandelement erzeugt. Das Bauende ist für den Sommer 2018 geplant.

"Wichtiger Schritt"

Für die Stadt Hainburg bedeuten diese Maßnahmen einen wesentlichen Gewinn für die Lebensqualität, wie Bgm. Helmut Schmid betont: "Mit der fortschreitenden Technologie wurde in den letzten Jahren viel zum Hochwasserschutz beigetragen, das macht sich jetzt in Hainburg an der Donau bezahlt. Mit den aktuell durchgeführten Sanierungsmaßnahmen blicken wir optimistisch in eine Zukunft."
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