Favoriten Bezirksamt
Termin bei Bezirksvorsteher Marcus Franz/Kickoff zum plastikreduzierten Favoriten

v.l.n.r.
Bezirksvorsteher Marcus Franz
Obfrau Wittmann/Verein Plastic Planet Austria
Termin:Kick off zum plastikreduzierten Favoriten
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    Bezirksvorsteher Marcus Franz
    Obfrau Wittmann/Verein Plastic Planet Austria
    Termin:Kick off zum plastikreduzierten Favoriten
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Heute fand im Bezirksamt Favoriten ein reger Austausch zwischen dem Bezirksvorsteher Marcus Franz und der Obfrau vom Verein Plastic Planet Austria statt.
Ein Projekt einer Veranstaltung zum Kickoff des plastikreduzierten Favoritens ist schon seit über einem Jahr geplant.
Der Bezirksvorsteher berichtete, dass der Event leider coronabedingt verschoben wurde.
Er war aber in der Zeit nicht untätig und hat auch schon ein mehrfachverwendbares Stoffsackerl für Obst in Auftrag gegeben, welches jedoch seitens der Firma nicht planmässig und wunschgemäss produziert wurde, da leider ein dünnes Netz - zwar aus recyceltem aber trotzdem Plastik - verwendet wurde.
Nächstes Jahr im Frühjahr soll nun definitiv eine solche Veranstaltung ins Leben gerufen werden.
Beide waren der Meinung,dass die Produzenten die Plastikabgabe zahlen sollten, und nicht wie von Finanzminister vorgeschlagen wurde, der Steuerzahler.
Ein Plan mit Punkten der Einhaltung der Nachhaltigkeitsziele (Abb2) wurde dem Bezirksvorsteher übergeben mit besonderer Nachfrage, ob denn drei Arbeitsplätze für www.helfenstattwegwerfen.at geschaffen werden können, da Frau Ulli Sima, die zuständige Umweltstadträtin, bis zum heutigen Tage diesbezüglich nicht tätig wurde.

Auch die Art wie die Menschen in Favoriten mit Recyceln umgehen wurde besprochen und die Obfrau übermittelte ihre Eindrücke. In Facebook gibt es auch eine Gruppe Favoriten aktuell, in der viele verunreinigte Plätze aufgezeigt werden. Dies sei bekannt, jedoch kann dieses Problem ohne Pfand nicht gelöst werden. Weiters soll in Kindergärten, Schulen und Unis vermehrt Aufklärungsarbeit zur Müllreduktion betrieben werden.

Ein Problem gäbe es auch mit den neuen Zigarettenrohren der Mistkübeln berichtete Marcus Franz: Das Loch sei jetzt so klein,dass eine ausgedämpfte Zigarette schwer hineinfalle und somit wieder auf dem Boden lande.
Obfrau Wittmann wies hin, dass es  eine Firma terracycle in Deutschland gäbe , die sich mit dem Recyclen von Zigarettenfiltern beschäftigt. Auch in Frankreich: MEGO! ist ein Sortier- und Recyclingdienst für Zigarettenkippen (gebrauchte Filter), eine einzigartige Lösung .

Wie den wenigsten Leuten bewusst sei, sind die heutigen Filter auch aus einer Art Plastik Celluloseacetat und nicht mehr aus Zellulose wie früher .

Daneben können in gebrauchten Zigarettenfiltern unter anderem noch Arsen, Blei, Chrom, Kupfer, Cadmium, Formaldehyd, Benzol, Nitrosamine, polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Teer und Tabakzusatzstoffe aus Resttabak enthalten sein.
Beispielsweise ist für Fische eine Zigarette pro Liter Wasser tödlich und für Wasserflöhe schon eine Zigarette pro acht Liter Wasser (jeweils 50 Prozent Sterberate). Ein weiteres Problem ist, dass Tiere die Stummel mit Nahrung verwechseln können und es so zu ernsten Gesundheitsproblemen oder sogar zum Tod kommt.

Der Zigarettenfilter aus Celluloseacetat zersetzt sich erst nach zehn bis fünfzehn Jahren in der Natur.
Im Süßwasser wird von 15 Jahren ausgegangen und im Salzwasser sogar von 400 Jahren. Die Zerfallsprodukte von fabrikneuen Filtern reduzieren zudem die Keimfähigkeit und das Wachstum von Gras und Klee.

Die Obfrau zeigte dem Bezirksvorsteher auch das Problem der vergrösserten Flusensiebe bei Waschmaschinen durch die Hersteller.

Mit Spannung wird der Event Kickoff zum plastikreduzierten Favoriten erwartet, denn die Kosten der Beseitigung für den Müll in Favoriten sind um 150 000 Euro gestiegen. Das Ziel ist, dass diese und in Zukunft wieder sinken.

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