Neues Wohnen in Kärnten
44 Holzwohnungen entstehen in Feldkirchen

In Feldkirchen entstehen 44 gemeinnützige Wohneinheiten als nachhaltiges Pilotprojekt für modernes Bauen im Holzland Kärnten | Foto: Büro Schaunig
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Kärnten baut wieder verstärkt auf Holz: Innovativer gemeinnütziger Wohnbau in Feldkirchen setzt ein starkes Zukunftssignal.

FELDKIRCHEN. Mit dem neuen mehrgeschossigen gemeinnützigen Holzwohnbau in Feldkirchen wurde im Rahmen einer Pressekonferenz in Moosburg ein bedeutendes wohnbaupolitisches Zukunftsprojekt präsentiert. Wohnbaureferentin Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig stellte gemeinsam mit Wohnbauförderungsbeirat-Vorsitzendem Herwig Seiser, Wohnbausprecher Landtagsabgeordnetem Bürgermeister Herbert Gaggl, VKS-Vorstandsdirektorin Gerlinde Peyker und Architekt Ernst Roth das innovative Bauvorhaben vor. In Feldkirchen entstehen bis Mai 2028 insgesamt 44 Wohneinheiten, darunter auch ein inklusiver Wohnverbund für Menschen mit Behinderung. "Kärnten verfügt als Holzland über einen wertvollen heimischen Rohstoff, starke regionale Betriebe und große Expertise im Holzbau. Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, dass es trotz herausfordernder Rahmenbedingungen möglich ist, Holz wieder verstärkt als nachhaltigen Baustoff im gemeinnützigen Wohnbau einzusetzen", betonte Schaunig.

Nachhaltige Baukultur

Obwohl Kärnten bereits in der Vergangenheit erfolgreiche Holzbauprojekte im Wohnbau realisiert hat, wurde diese Bauweise zuletzt seltener umgesetzt, da Kostenentwicklungen vielfach als Hürde galten. Das Feldkirchner Projekt beweist nun, dass durch intelligente Planung, Optimierung und regionale Kooperation auch unter den Vorgaben der Wohnbauförderung wirtschaftlich tragfähige Lösungen möglich sind. "Gerade in einem Bundesland wie Kärnten ist es naheliegend, verstärkt auf Holz als nachwachsenden, regional verfügbaren Baustoff zu setzen. Nachhaltigkeit, Wertschöpfung und Baukultur gehen hier Hand in Hand", so Schaunig.
Neben 36 regulären Wohnungen entstehen drei Wohnverbünde mit acht Wohneinheiten für Menschen mit Behinderung in Kooperation mit der Diakonie de La Tour. "Dieses Projekt vereint ökologische Verantwortung mit sozialer Verantwortung. Es schafft nicht nur hochwertigen Wohnraum, sondern fördert auch Inklusion und gesellschaftliches Miteinander", erklärte Schaunig.

Signal für heimische Wirtschaft

Herbert Gaggl verwies auf die internationale Bedeutung Kärntens als Holzstandort und den Verein TINAA – Timber International Network Alpe Adria – mit Sitz in Moosburg. "Kärnten ist seit jeher ein starkes Holzland mit international anerkannter Kompetenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette – vom Rohstoff über die Verarbeitung bis hin zur innovativen architektonischen Umsetzung. Dass wir nun auch im gemeinnützigen Wohnbau wieder verstärkt auf Holz setzen, ist ein wichtiges Signal für regionale Wirtschaftskraft, nachhaltige Entwicklung und die Stärkung heimischer Betriebe. Dieses Projekt zeigt, dass Holzbau nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich zukunftsfähig ist."

Ressourcen & Kompetenz

Herwig Seiser, Vorsitzender des Wohnbauförderungsbeirats, unterstrich die Bedeutung des Projekts im europäischen Kontext. "Auf europäischer Ebene gewinnen nachhaltiges Bauen, Dekarbonisierung und ressourcenschonende Entwicklung immer stärker an Bedeutung. Holz spielt dabei als nachwachsender Rohstoff, der CO₂ langfristig bindet, eine zentrale Rolle. Das Projekt in Feldkirchen beweist, dass Kärnten nicht nur über die notwendigen natürlichen Ressourcen, sondern auch über die planerische und wirtschaftliche Kompetenz verfügt, um im modernen Holzwohnbau wichtige Maßstäbe für die Zukunft zu setzen.“

Leistbarer Wohnraum

VKS-Vorstandsdirektorin Gerlinde Peyker betonte die bereits seit über 20 Jahren bestehende Erfahrung der Genossenschaft und die hohe planerische Präzision des Projekts. "Holzbau bleibt herausfordernd, aber dieses Vorhaben beweist, dass durch effiziente Planung, die Zusammenarbeit aller Beteiligten, die Einbindung lokaler Betriebe und klare Zielsetzungen qualitativ hochwertiger und leistbarer Wohnraum geschaffen werden kann."
Architekt  Ernst Roth hob die erfolgreiche planerische Weiterentwicklung hervor. "Es ist gelungen, ein modernes, nachhaltiges und sozial wertvolles Wohnbauprojekt zu entwickeln, das neue Perspektiven für den gemeinnützigen Holzbau eröffnet.“
Mit einem Fördervolumen von rund 7,98 Millionen Euro und einer geplanten Fertigstellung bis Mai 2028 steht das Projekt Feldkirchen exemplarisch für eine neue Dynamik im nachhaltigen Wohnbau Kärntens und für die verstärkte Nutzung des heimischen Werkstoffs Holz.

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