Präsidentin mit Hang zum Lesen

Ingrid Schnitzer, kultur forum amthof-Präsidentin, verbrachte in ihrer Kindheit viele Stunden in der Stadtbibliothek
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FELDKIRCHEN (fri). Mehr als die Hälfte ihres Lebens hat Ingrid Schnitzer (66) im Ausland verbracht. Der Kontakt zu ihrer Heimatstadt Feldkirchen ist aber nie abgebrochen und so war es für sie und ihren Mann ganz klar die Zelte nach der Pensionierung wieder in der Tiebelstadt aufzuschlagen.
"Als junger Mensch fühlte ich mich hier eingeengt", denkt Schnitzer zurück, "davon kann jetzt keine Rede mehr sein. Ganz im Gegenteil. Ich fühle mich hier ausgesprochen wohl, genieße das großartige Kulturangebot sowie die Landschaft, die mich total in ihren Bann gezogen hat. Der Ossiacher See zählt im Sommer zu meiner Lieblingsdestination."

Herz schlägt für Bücher

Als Ingrid Schnitzer 2010 wieder nach Feldkirchen zurückkam, war die ehemalige Lehrbeauftragte für Kommunikationswissenschaften an der Universität Augsburg begeistert vom kulturellen Angebot. "Weil mir Literatur am Herzen liegt, habe ich der damaligen Präsidentin Bruni Morak vorgeschlagen das 'literarische Quintett' in das Kulturprogramm aufzunehmen", so die neue kfa-Präsidentin. "Im Plenum wurde darüber diskutiert und wir haben einen Versuch, der übrigens bis heute andauert, gestartet." So sieht sich Schnitzer als "Mutter" des "literarischen Quintetts" im Feldkirchner Amthof.

Freude am Wort

Sie will bereits Kinder wieder zum Lesen animieren und erinnert sich dabei an ihre eigene Kindheit. "Die damalige Leiterin der Stadtbibliothek in Feldkirchen war eine sehr engagierte und belesene Frau. Sie hat mich bei meinen Lesereisen unterstützt und mich laufend mit interessanter Lektüre bedient. Angesichts der Pisa-Studie, deren Ergebnis mich erschüttert hat, sollten wir uns Gedanken darüber machen, wie man Kindern und Jugendlichen das Lesen wieder schmackhaft machen kann. Als kultur forum amthof-Präsidentin will ich das versuchen."

Zeit zum Geben

In den zehn Fakultäten arbeiten die ehrenamtlichen Mitglieder rund 3.000 Stunden im Jahr für die Aufrechterhaltung des umfassenden Kulturbetriebes. "Wir haben ein großartiges Team und mit Susanne Hermann eine kompetente Organisatorin und Koordinatorin. Julius Schlitzer, der Hausmeister des Amthofes, sorgt immer dafür, dass die räumlichen Verhältnisse perfekt stimmen", nennt sie einige Namen.
Die nächsten zwei Jahre will Ingrid Schnitzer mit ihrem Einsatz dem nicht gewinnorientierten, parteiunabhängigen Verein etwas zurückgeben. "Ich habe sehr viel bekommen und kann jetzt wieder etwas zurückgeben. Zugleich ist es mein Beitrag kulturell für die Menschen, die hier leben, tätig zu sein." Nach Veranstaltungen glückliche und zufriedene Gesichter sehen zu können sei für sie Motivation und Anerkennung zugleich.

Qualität kommt vor Quantität

Im Oktober 1993 begann mit der Eröffnung des Amthofes die Veranstaltungsarbeit der FAF, der Freien Akademie Feldkirchen, wie sie zur Gründungszeit hieß. Die FAF entstand aus dem Arbeitskreis "Kultur" des Stadtmarketings. Das kultur forum amthof ist von der Stadtgemeinde mittels Vertrag beauftragt, Veranstaltungen im Amthof und im Bereich Feldkirchen zu planen, zu koordinieren und zu organisieren. Zehn Fakultäten führen im Jahr durchschnittlich 60 Veranstaltungen durch.

Vereinsphilosophie

"Möglichst breit, vielseitig und überraschend soll das Angebot sein, so die Vereinsphilosophie", betont Schnitzer. "Qualität geht dabei immer vor Quantität."
Die Präsentation heimischer Künstler und Interpreten soll wie auch die Öffnung für Neues, Ungewohntes, Fremdes zu einem verstärkten Interesse an Kultur beitragen. Und man würde versuchen für alle Altersgruppen Angebote aufzunehmen. "Wir laden alle ein dabei zu sein und mitzumachen!" Das kultur forum amthof ist ein nicht gewinnorientierter, parteiunabhängiger Verein.

Autor:

Isabella Frießnegg aus Feldkirchen

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