16.11.2016, 13:50 Uhr

"Burn-out ist kein Modetrend"

Christof Zechner, Sebastian Adami, Gerhard Huber und Bgm. Martin Treffner (v.li.) (Foto: pixelworld.at)

Ein Vortrag steht am Beginn einer Burn-out-Präventionsreihe für Unternehmer und ihre Mitarbeiter.

FELDKIRCHEN (fri). Burn-out richtet nicht nur menschlichen Schaden an, sondern auch wirtschaftlichen. Darum will Gerhard Huber präventiv tätig werden. Die Stadtgemeinde Feldkirchen mit Bürgermeister Martin Treffner, die Wirtschaftskammer Feldkirchen mit Christof Zechner und Sebastian Adami starten gemeinsam mit dem Experten ein groß angelegtes "Burn-out-Präventions-Projekt" für alle Unternehmen sowie deren Mitarbeiter im Bezirk Feldkirchen.


Keine Modekrankheit

"Mit geht es darum Zahlen und Fakten auf den Tisch zu legen und ganz dezidiert klarzustellen, dass Burn-out keine Modekrankheit, sondern eine ernst zu nehmende Erkrankung ist, die jeden treffen kann", so Huber. Es gäbe ganz klare Anzeichen, die rechtzeitig erkannt einen Ausbruch der Krankheit verhindern könnten. "Stress und permanenter Druck sowie das Gefühl von Sinnlosigkeit oder Angst sind Indizien, die jeder bei sich selbst beobachten kann. Ein Gegensteuern ist nicht immer einfach, da wir in vielen Bereichen – ob Familie, Beruf, Freizeit, ... – funktionieren müssen und an unsere Grenzen stoßen."

Wöchentliche Beratung

Nach dem Auftaktsvortrag am 23. November soll es wöchentlich Beratungen im Rathaus geben, zu denen sich sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer anmelden können. Dazwischen sind Besuche in Betrieben, aber auch Vorträge, bei denen auch ein Orthomolekular-Mediziner zu Wort kommen wird, geplant.

Offizielle Unterstützung

Bürgermeister Martin Treffner war sofort bereit die Präventionsreihe zu unterstützen: "Ich glaube, dass es wichtig ist diese Erkrankung ernst zu nehmen und offen darüber zu reden. Tabuisierung ist hier der falsche Weg." Auf offene Ohren ist Huber mit seinem Projekt auch bei den Verantwortlichen der Wirtschaftskammer Feldkirchen gestoßen. "Wir wissen, dass viele Unternehmer oft mehr als 14 Stunden am Tag arbeiten. Für sie ist es wichtig rechtzeitig die Notbremse zu ziehen, um nicht vollkommen auszubrennen", meint WK-Bezirksobmann Christof Zechner. "Jeder Wirtschaftstreibende weiß auch, dass es nicht nur viel Geld, sondern auch Energie und Nerven kostet, wenn Mitarbeiter langfristig ausfallen. Daher ist es wichtig Burn-out frühzeitig zu erkennen und eventuell gegenzusteuern. Davon profitieren Arbeitgeber und Arbeitnehmer."


Zur Sache

Beim Informationsabend zum Thema "Burn-out-Präventions-Projekt" am Mittwoch, dem 23. November, um 19 Uhr im Festsaal des Amthofes Feldkirchen sind die Wirtschaftstreibenden sowie alle Arbeitnehmer die Adressaten.
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