Kaindl: Der unauffällige Weltkonzern

Der Holz-Berg vor dem Gais-Berg: Kaindl ist der größte Holzverarbeiter im Land
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WALS-SIEZENHEIM (lin). Das Land Salzburg hat nicht nur Red Bull, Palfinger sowie Marcel Hirscher und Stefan Kraft als "Weltmarktführer" in seinen Reihen. Optisch am Rande der Stadt zwar deutlich sichtbar, medial aber kaum wahrnehmbar, hat sich Kaindl zu einem der weltweit größten Produzenten von Spanplatten und Fußböden entwickelt.

Sägewerk und Weltkonzern

Alles begann in der Tennengauer Gemeinde Lungötz mit einem Sägewerk. 60 Jahre später, im Jahr 1959, bauten die Brüder Matthias und Ernst Kaindl in Wals-Siezenheim ihr Spanplattenwerk. Danach wurde permanent erweitert, neu- und zugebaut. Sogar Alpinskier hat Kaindl in den 70er- und 80er-Jahren hergestellt. Heute wird es wohl kaum jemanden in Österreich und in vielen anderen Teilen der Welt geben, der nichts von Kaindl in seiner nahen Umgebung hat. Denn der Großteil der Pressspanplatten und viele der Laminatfußböden in sämtlichen großen Baumärkten stammen von Kaindl. Und kaum ein Plattenhändler, kaum ein prominenter Hersteller von Küchen, egal in welchem Preissegment, der nicht Platten aus dem Flachgauer Werk verkaufen beziehungsweise verarbeiten würde.

Komplexe Struktur

Kaindl ist keine homogene Firma mehr, sondern verteilt sich auf verschiedene Zweige der Familie. Daher gibt es über die Zahl der Niederlassungen in aller Welt, den Gesamtstand an Mitarbeitern und die Umsätze des Konzerns keine einheitlichen Zahlen. Aber in den Stammwerken Lungötz und Wals-Siezenheim erwirtschaftet Kaindl mit 800 Mitarbeitern einen Umsatz von 467 Millionen Euro.
Konkret produziert Kaindl u.a. 50 Millionen Quadratmeter Fußböden und das Material für sechs Millionen Küchen. Das Unternehmen bildet Lehrlinge der Fächer Tischler, Elektriker, Maschinenschlosser und Industriekaufmann aus.

Alles ohne LKW

Verarbeitet wird ausschließlich Holz aus der Region, gewachsen innerhalb von einem 250 km großen Radius. Und geliefert wird mit der Bahn. Seit 2003 ersetzt ein Cargo-Shuttle zwischen Lungötz und Wals jährlich ungefähr 22.000 LKW-Fahrten.

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