"Klimaschutz ist Kinderschutz"
Projekt analysiert SOS-Kinderdorf in Seekirchen

Das SOS-Kinderdorf in Seekirchen will klimaneutral werden. In einem gemeinsamen Projekt haben die beiden Studenten der FH-Salzburg, Lukas Fellner und Nikolaus Eisl, zwei Gebäude des Kinderdorfs analysiert. Mit dabei war LH-Stellvertreterin Martina Berthold.

SEEKIRCHEN/PUCH-URSTEIN. Das Ziel der beiden Studierenden war es, Potenziale zu erkennen, um die Gebäude noch energieeffizienter zu gestalten und gleichzeitig Richtung Energieautarkie zu bringen. Die Ergebnisse ihres Projekts besprachen sie am Dienstag, den 28. März, gemeinsam mit ihrem Dozenten Markus Leeb (FH-Salzburg), LH-Stellvertreterin Martina Berthold, dem Leiter des SOS Kinderdorf Salzburg Wolfgang Arming und Georg Thor von der Energieberatung Salzburg.

Praktisches Projekt

Zwei Gebäude des SOS-Kinderdorfs in Seekirchen wurden von den Studenten Lukas Fellner und Nikolaus Eisl gemeinsam mit Energieprofis des Landes analysiert. Dabei wurden einige Einsparpotenziale gefunden. Das ganze Projekt war Teil des Bachelorstudiums "Smart Building" der FH-Salzburg in Puch-Urstein. So gab es für die Betreiber des Kinderdorfs wertvolle Empfehlungen und für die Studenten die Möglichkeit, ihr Wissen praktisch auszutesten.

Die beiden Studenten Nikolaus Eisl und Lukas Fellner bei der Präsentation ihres praktischen Uniprojekts. | Foto: Philip Steiner
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Klimafit werden

Landeshauptmann-Stellvertreterin Martina Berthold (Grüne) betonte bei dem Termin am Vormittag des 28. März die Wichtigkeit der derzeitigen Klima-und Energieziele. Das Projekt der beiden Studenten ist aus ihrer Sicht sehr ermutigend.

LH-Stellvertreterin Martina Berthold leitete die Präsentation ein. Sie betonte die Wichtigkeit solcher Projekte bei der Erfüllung der Energie-und Klimaziele des Landes Salzburg. | Foto: Philip Steiner
  • LH-Stellvertreterin Martina Berthold leitete die Präsentation ein. Sie betonte die Wichtigkeit solcher Projekte bei der Erfüllung der Energie-und Klimaziele des Landes Salzburg.
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„Energiesparen und der Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energieträger sind notwendig, damit wir unsere Klima- und Energieziele erreichen. Genau dabei ist die Energieberatung eine wichtige Unterstützung. Es ist schön zu sehen, wie die Studierenden zeigen, mit welchem Einsatz und welcher Selbstverständlichkeit die junge Generation an der Klimawende arbeitet. Ich würde mich freuen, sie für die Mitarbeit in der Energieberatung Salzburg gewinnen zu können“, so Martina Berthold.

„Klimaschutz ist Kinderschutz.“

Klare Worte fand auch SOS-Kinderdorf Salzburg Leiter Wolfgang Arming. Er erklärte, dass das Kinderdorf in Seekirchen sich bereits seit Jahren am Weg Richtung Klimaneutralität befinde. Beispiel dafür sind, dass das Dorf nun eine autofreie Zone ist und generell auf nachhaltige Neu- und Umbauten der Wohnhäuser gesetzt wird.

Wolfgang Arming, Leiter des SOS-Kinderdorf Salzburg betonte, dass man beim Kinderdorf immer bestrebt sei, den Klimaschutz voranzutreiben.  | Foto: Philip Steiner
  • Wolfgang Arming, Leiter des SOS-Kinderdorf Salzburg betonte, dass man beim Kinderdorf immer bestrebt sei, den Klimaschutz voranzutreiben.
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„Klimaschutz ist für uns als Kinderrechtsorganisation auch Kinderschutz. Mit der Umsetzung umweltbewusster und ressourcenschonender Maßnahmen in unseren Angeboten kommen wir unserer Verpflichtung zum Erhalt einer intakten Umwelt für kommende Generationen nach und schaffen bei den Kindern und Jugendlichen das Bewusstsein, ebenfalls bewusst und sorgsam mit der Natur umzugehen“, erklärte Wolfgang Arming.

Nachhaltig und effizient

Das Projekt beim SOS-Kinderdorf in Seekirchen ist Teil einer Lehrveranstaltung an der FH Salzburg. In Gruppen erarbeiteten dabei 27 Studierende diverse Empfehlungen, die sie nun zur Verfügung stellen.

Senior Lecturer Markus Leeb von der FH-Salzburg ist der Vortragende des Seminars in dessen Rahmen das Projekt durchgeführt wurde. | Foto: Philip Steiner
  • Senior Lecturer Markus Leeb von der FH-Salzburg ist der Vortragende des Seminars in dessen Rahmen das Projekt durchgeführt wurde.
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„Die Maßnahmen sollten einerseits eine Steigerung der Energieeffizienz bewirken und den Anteil an erneuerbarer Energie erhöhen, aber zugleich auch Aspekte der Wirtschaftlichkeit berücksichtigen“, so Senior Lecturer Markus Leeb.

Ideale Wärmedämmung

Lukas Fellner und Nikolaus Eisl stellten beim gestrigen Pressetermin ihre Ergebnisse vor. Diese sind praktisch gedacht und beinhalten auch kostengünstige Potenziale. Ein Beispiel, das enorme Einsparungen bringen kann, ist der Wechsel in der Beleuchtung auf LED. Laut den beiden jungen Experten verringert dies den Stromverbrauch der Lichter um 60 bis 80 Prozent.

Nikolaus Eisl und Lukas Fellner und prüften zwei Gebäude des SOS-Kinderdorf in Seekirchen auf Herz und Nieren. | Foto: Philip Steiner
  • Nikolaus Eisl und Lukas Fellner und prüften zwei Gebäude des SOS-Kinderdorf in Seekirchen auf Herz und Nieren.
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„Relativ rasch umzusetzen und kostengünstige Empfehlungen wären beispielsweise die Nachrüstung von Thermostatventilen an den Heizkörpern, eine Wärmedämmung an der Kellerdecke sowie ein Wechsel der Heizungspumpen.“
Lukas Fellner, Student FH Salzburg

„Als längerfristige Maßnahmen könnte die Warmwasserbereitung erneuert, den Tausch auf moderne Fenster sowie die Wärmedämmung der Außenwand durchgeführt werden, um weitere Heizenergie einzusparen.“
Nikolaus Eisl, Student FH Salzburg

Kurz und knapp: Die Ergebnisse der SOS-Kinderdorf Analyse | Foto: Philip Steiner
  • Kurz und knapp: Die Ergebnisse der SOS-Kinderdorf Analyse
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Auch Georg Thor von der Energieberatung Salzburg hob die Ergebnisse der Studierenden hervor. „Viele Kunden kommen mit konkreten Projekten zu uns, haben aber nicht an die Dämmung der Gebäudehülle gedacht. Diese bringt ein großes Einsparpotenzial. Ein gut gedämmtes Haus braucht nur mehr 30 bis 40 Prozent der Energie, die für ein schlecht gedämmtes nötig ist“, so der Energieberater.

Georg Thor von der Salzburger Energieberatung hofft auf viele junge Nachwuchs-Energieberater. | Foto: Philip Steiner
  • Georg Thor von der Salzburger Energieberatung hofft auf viele junge Nachwuchs-Energieberater.
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