Wo es im Renntempo zur Kaiserbuche geht

- Johann Thalmayr fährt bereits seit seiner Jugend Rennen.
- hochgeladen von Manuel Bukovics
Seit 23 Jahren gibt es das Rennen auf den Haunsberg. Der MSC-Schlössl-Obmann ist von Beginn an dabei.
NUSSDORF (buk). Eine abgesperrte Straße, zahlreiche Kurven und Steigungen und rund 140 Fahrer, die legal und so schnell wie möglich die Strecke zur Kaiserbuche bezwingen: Der Bergslalom des Motorsportclubs (MSC) Schlössl in Nußdorf steht am Sonntag, 3. September, auf dem Programm.
"Einen besonderen Reiz macht es dabei aus, dass man als Fahrer – anders als auf der Rundstrecke – eigentlich nicht wirklich für die Rennen trainieren kann", sagt MSC-Schlössl-Obmann Johann Thalmayr. "Am Renntag gibt es zwei Trainingsläufe und zwei Wertungsläufe. Man weiß nie, wie etwa die Asphaltbeschaffenheit sein wird", erzählt er. Thalmayr selbst hat bereits im Alter von 15 Jahren mit dem Motorsport begonnen und ist mittlerweile seit 25 Jahren als Obmann des Vereins tätig.
"Günstiger Motorsport"
Dabei seien Bergrennen die einfachste und günstigste Möglichkeit, Motorsport zu betreiben. Start-Voraussetzungen für die Serienklasse sind lediglich ein gültiger Führerschein, ein zugelassenes Auto, ein Sturzhelm und lange Kleidung. Bei einem Startgeld von 42 Euro sind zwei Trainings- und drei Wertungsläufe inklusive. "Es ist immer besser, wenn sich die Leute hier auf gesperrter Strecke abreagieren können und Emotionen nicht im Straßenverkehr ausleben."
Ein Puch 650 mit 190 PS
Wesentlich professioneller geht es in der offenen Klasse zu. Hier muss das Fahrzeug einmal ein Serienauto gewesen sein und auch der Antrieb darf nicht verändert werden – darüber hinaus ist jedoch fast alles möglich. "Das Tüfteln geht nicht aus", erzählt Thalmayr. Er tritt mit einem Puch 650 an, der mittlerweile wassergekühlt ist, eine neue Einspritzung und KTM-Motorradköpfe verpasst bekommen hat und über ein sequentielles Sechsgang-Getriebe verfügt. Der kleine Flitzer kommt damit bei einem Gewicht von 570 Kilo auf 190 PS. "Wer hier mitfahren will, muss sich schon in Richtung Profi bewegen", sagt der Obmann, doch "jeder, der kein Hobby hat, ist ein armer Mensch".
Fahrer schrauben selbst
Neben den Rennen basteln die MSC-Schlössl-Mitglieder auch selbst unzählige Stunden an ihren Rennmaschinen. Rund 80 Prozent der Fahrer legen selbst Hand an und helfen sich gegenseitig aus. Auch die Frauen der Fahrer sind im Club willkommen. Zusätzlich gibt es immer wieder Unternehmungen des Clubs, gesellschaftliche Aktivitäten und auch Fahrtechnikkurse für junge Mitglieder.
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