Nachwuchs im Zoo Salzburg
Erste Schritte kleiner Schneeleoparden
- Nachwuchs bei den Schneeleoparden im Salzburger Zoo.
- Foto: Zoo Salzburg / Mario Katzinger
- hochgeladen von Carmen Kurcz
Schneeleopardin Malou sorgt im Salzburger Zoo erneut für Nachwuchs – ein wichtiger Beitrag zum Schutz der seltenen Raubkatzen. Die beiden kleinen Schneeleoparden, die derzeit noch keine Namen tragen, erkunden bereits die Innenanlage. Besucher müssen sich noch etwas gedulden.
SALZBURG, ANIF. Am 28. März brachte die Schneeleopardin Malou im Salzburger Zoo zum zweiten Mal Nachwuchs zur Welt: Die Kleinen, ein Männchen und ein Weibchen, haben seit gut vier Wochen die Augen geöffnet und beginnen schon, ihre Umgebung zu erkunden.
- Der Nachwuchs bringt derzeit schon stolze 2,9 und 3,2 Kilogramm auf die Waage.
- Foto: Zoo Salzburg / Mario Katzinger
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Bei der ersten Untersuchung konnten die Tierpfleger nicht nur den guten Gesundheitszustand feststellen, sondern auch die Geschlechter bestimmen. Die beiden Jungtiere lassen sich optisch gut unterscheiden: Das Männchen ist etwas größer und schwerer und hat eine schwarze Nase, während die des Weibchens rosafarben ist.
Erste Schritte im Innenbereich
Die sechsjährige Malou zeigt sich wie schon bei ihrem ersten Wurf als äußerst fürsorgliche Mutter und bewacht ihre Jungen besonders aufmerksam. Vater Sayan, der als gutmütig gilt, durfte die Kleinen inzwischen zumindest kurz kennenlernen. Bis die Jungtiere erstmals die Außenanlage erkunden, wird es noch zwei bis vier Wochen dauern – bis dahin bleiben sie für Besucher unsichtbar und werden im Innenbereich von den Tierpflegern betreut.
Nur noch wenige Schneeleoparden
Weltweit gibt es laut Roter Liste nur noch rund 3.000 erwachsene Schneeleoparden in freier Wildbahn. Die Geburt der beiden Schneeleoparden in Salzburger ist deshalb ein bedeutender Beitrag zum Artenschutz. Wilderei, Lebensraumverlust und Konflikte mit Viehzüchtern setzen den „Geistern der Berge“ stark zu. Eine gesunde Reserve in Zoos gewinnt deshalb zunehmend an Bedeutung.
- Die Schneeleopardin Malou hat eine ganz besondere Genetik. Ihre Großmutter wurde bereits im Jahr 2000 im Hochgebirge Tadschikistans geboren und verlor als Jungtier durch eine Wildererfalle ein Drittel ihres rechten Hinterfußes wodurch sie in den Zoo Zürich kam.
- Foto: Ein Weibchen und ein Männchen, die aktuell 2,9 und 3,2 Kilogramm wiegen.
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