01.02.2012, 00:00 Uhr

Hühott, die Nische wächst jetzt

Die Ideen gehen ihm nicht aus: Josef Göllners Pferdefest in Salzburg gehört ab heuer zu den Top-Events der Welt.

Pferdesport schreibt Erfolgsgeschichte in Salzburg. Die Basis dafür liegt in Lamprechtshausen.

LAMPRECHTSHAUSEN. „Wo viel bewegt wird, entsteht viel“, sagt Josef Göllner. Er ist der Motor hinter Salzburgs Reitsportszene. Diese ist seit sieben Jahren im Aufwind, davor sah es schlecht aus für die Pferdefreunde – zumindest, was internationales Renommée und den Anteil der Sportler betraf. „Derzeit haben wir fünf Salzburger unter den besten 20 Österreichs“, weiß Göllner. „Wir in Lamprechtshausen stellen schon seit Jahren zwei von drei Staatsmeistern.“ Seit acht Jahren führt Göllner den Stall des SRC Lamprechtshausen und organisiert dort das beliebteste Jugendspringturnier der Welt. Die Organisation läuft über die eigene Event­agentur Horse Deluxe GmbH, die auch die „Pappas Amadeus Horse Indoors“ vor sechs Jahren ins Leben gerufen hat.

Lisa Wild und Stefan Eder
Sportreferent LH-Stv. David Brenner spricht ihm großes Lob aus: „Dieser Erfolg ist ganz sicher Josef Göllner zu verdanken. Das ist Reitsport auf höchstem Niveau, entstanden durch sehr viel Engagement, aber auch persönliches Risiko. Beim Spitzenniveau sind wir jetzt da, wo wir hin wollen. Wir haben ein Profievent und top Sportler. Das Land unterstützt Einzelsportler wie die Weltklasse-Voltigiererin Lisa Wild oder Springreiter Stefan Eder, aktuelle Nummer eins in Österreich. Jetzt geht es um den Breitensport. Große Events spornen die Leute an und wirken nachhaltig. Wir merken, dass die Infrastruktur wächst. Das Land gab 2011 40.000 Euro für Sportstätten im Reitbereich. Wir merken, dass es mehr Projekte und mehr Ställe gibt. Reiten wird nie so groß wie Fußball werden, aber es ist eine Sportart, die unglaubliches Potential hat und da ist der Flachgau ausschlaggebend. Lamprechtshausen ist das Reitsportzentrum.“

„Überall wächst etwas“
„In ganz Österreich sind die Mitgliederzahlen der FENA (Reitsportvereinigung) rückläufig, nur nicht in Salzburg. Hier werden es stetig mehr. Für viele waren wir der Anstoß, den Reitsport und auch den Stallbetrieb professioneller zu betreiben. Das wirkt sich auf die Gesamtsituation aus. Ich sehe andere nicht als Konkurrenz. Wenn überall etwas wächst, ist das sehr positiv. Professionalität bringt top Sportler nach Salzburg, die bringen Fans und Besucher und die kurbeln unsere Wirtschaft an.“
2006 hatte die PAHI rund 3.000 zahlende Besucher, 2011 waren es 30.000. Rund 200 Mitarbeiter sind unmittelbar durch die Messe beschäftigt und 10.000 Nächtigungen entstehen rein durch die Teilnehmer an den sportlichen Bewerben. Seit heuer hat die Veranstaltung fünf Sterne – als eine von rund 20 weltweit.
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