CORONA
Bereits 114 Testungen durchgeführt

- Drive-in vor dem Katastrophenhilfszentrum in Freistadt.
- Foto: Erwin Pramhofer
- hochgeladen von Roland Wolf
FREISTADT. Einer der Arbeitsschwerpunkte des Roten Kreuzes aufgrund der Corona-Situation ist die Logistik und Durchführung im Bereich der „Corona-Testabstriche“. Zu Beginn waren dafür vor allem mobile Entnahmeteams unterwegs, die nach Anordnung durch die Bezirkshauptmannschaft zu den potenziell Infizierten nach Hause kamen.
Zur Quantitätssteigerung wurde am 19. März am Gelände des Katastrophenhilfszentrums (ehemaliges ÖAMTC-Gebäude) ein „Drive-in für Coronavirus-Testabstiche“ in Betrieb genommen. Solche Einrichtungen gibt es mittlerweile in vielen weiteren oberösterreichischen Bezirken. Das System funktioniert wie folgt: Bei Verdacht auf eine Corona-Virus-Infektion ruft der Betroffene wie gehabt bei der Gesundheitsnummer 1450 an. Wird durch dieses Gespräch festgestellt, dass eine Testung durchgeführt werden muss, erhält der Betroffene von der BH eine Anordnung mit einer Testnummer. "Nur so kann und darf dann der Abstrich abgenommen werden", erklärt Manuel Reisinger vom Roten Kreuz in Freistadt.
Der potenziell Infizierte kommt mit seinem Kraftfahrzeug zum Drive-in. Dort wird die Identität mittels Ausweis festgestellt, außerdem muss die Anordnung der BH vorgezeigt werden. Danach kann weitergefahren werden zur nächsten Station, wo dann die Probe von eigens geschultem Personal abgenommen wird. Das Personal setzt sich aus Rettungs- und Notfallsanitätern sowie Medizinstudenten zusammen. Die Standardbesetzung besteht derzeit aus sechs Mitarbeitern. "Der Vorteil dieses Systems ist neben der Erhöhung der Quantität, dass der Betroffene das Fahrzeug nicht verlassen muss", sagt Reisinger. Zum Schluss wird noch ein Infozettel mit Hinweisen für das geforderte weitere Verhalten mitgegeben.
Am ersten Tag konnten bereits 24 Testungen durchgeführt werden. Insgesamt (Stand: Montag, 23. März, 8 Uhr) wurden bereits 114 Testungen durchgeführt. Die Proben werden zwei Mal täglich vom Roten Kreuz in das zuständige Labor in Linz zur schnellen Auswertung transportiert. Aktuell dauert es bis zu 48 Stunden, bis man das Ergebnis der Testung erfährt. Für nicht-mobile Patienten gibt nach es wie vor mobile Entnahmeteams, die zu den Betroffenen nach Hause kommen.
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