Paratriathlon-Europameisterschaft
Kefermarkter (34) holt EM-Bronzemedaille

Florian Brungraber holt Bronze hinter dem Italiener Giovanni Achenza und dem Niederländer Geert Schipper.
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  • Florian Brungraber holt Bronze hinter dem Italiener Giovanni Achenza und dem Niederländer Geert Schipper.
  • Foto: Brungraber
  • hochgeladen von Elisabeth Klein

Paratriathlet Florian Brungraber holt im Spanischen Valencia bei der European Triathlon Union (ETU) Paratriathlon-Europameisterschaft sensationell Bronze. 

KEFERMARKT, VALENCIA. Flo Brungraber ist im Para-Triathlon-Sport längst kein Nobody mehr. Mit dem dritten Rang bei der ETU Paratriathlon-Europameisterschaft in Valencia vergangenes Wochenende erkämpfte der 34-Jährige trotz sehr starkem Starterfeld einen weiteren großen Erfolg. Brunngraber absolvierte die Sprint-Distanzen (0,75 Kilometer schwimmen, 20 Kilometer mit dem Rennrad und fünf Kilometer laufen) in unter einer Stunde und fünf Minuten. "Über diese Sprint-Rennen läuft aktuell die Qualifikation für die Paralympics 2020 in Tokio", erzählt Brungraber, dessen klares Ziel es ist, bei den Spielen im kommenden Jahr in Japan an den Start zu gehen.

Ironman auf Rädern

"Dieser Podestplatz stärkt mein Selbstvertrauen enorm und motiviert mich für die Zukunft", sagt der Kefermarkter über seinen Erfolg. Bei einem klassischen Triathlon absolviert er dieselben Distanzen wie alle anderen Sportler. "Meine längste Distanz war bis dato der Halb-Ironman, das heißt 1,9 Kilometer schwimmen, 90 Kilometer radeln und 21 Kilometer laufen", so Brungraber, der als technischer Angestellter an der Entwicklung von Wasserkraftwerken arbeitet. Im Wasser bewegt sich der Para-Sportler nur mit den Armen fort. Mit einem Neoprenanzug gleicht er die Wasserlage aus. Das Handbike dient ihm als Rennrad-Ersatz und die Laufstrecke fährt er mit dem Rennrollstuhl. 

Saisonziel Berlin-Marathon

Brungraber, der für den Freistädter Verein Tripower startet, ist seit einem Sport-Freizeit-Unfall im Sommer 2011 inkomplett querschnittgelähmt und sitzt im Rollstuhl. "Vor meinem Paragleit-Unfall habe ich auch Sport gemacht, jedoch war ich damals ein klassischer Schönwetter-Läufer. Zum adaptierten Handicap-Sport bin ich über die Reha und die Therapien gekommen", erzählt der Spitzensportler. "Kampfgeist und Disziplin dürfte ich schon immer gehabt haben, jedoch haben sich diese Eigenschaften durch den Unfall und den Sport selbst immer mehr geschärft." Auf seinem EM-Erfolg ausruhen kommt für Brungraber nicht infrage. Sein Fokus liegt jetzt auf den Vorbereitungen für sein diesjähriges Saison-Highlight: der Start beim Berlin-Marathon mit dem Rennrollstuhl am 29. September.

Florian Brungraber holt Bronze hinter dem Italiener Giovanni Achenza und dem Niederländer Geert Schipper.
Seit 2011 sitzt Florian Brungraber im Rollstuhl. Als erfolgreicher Paratriathlet hat er sich international einen Namen gemacht.
Autor:

Elisabeth Klein aus Freistadt

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