Auswirkungen auf Wirtschaft
Freistil muss Mitarbeiter arbeitslos melden

Das Freistil ist bis auf Weiteres geschlossen ...
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Den Inhaber des Hirschbacherwirts und des Freistils in Freistadt, Patrick Grubauer, erreichte die BezirksRundschau Montagvormittag – nach einem Wochenende, an dem sich die Informationen förmlich überschlagen haben – bei einem Krisenmeeting mit seinem Team. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als seine Mitarbeiter arbeitslos zu melden. 

HIRSCHBACH, FREISTADT. "Ich hatte zwei Möglichkeiten, Kurzarbeit oder meine Mitarbeiter arbeitslos zu melden", berichtet Grubauer, den es in der derzeitigen Situation natürlich äußerst schlecht geht. "Damit mein Team Urlaubstage und Überstunden behalten kann, haben wir beschlossen, alle Mitarbeiter arbeitslos zu melden. Jeder von ihnen hat eine Bescheinigung für eine Wiedereinstellung innerhalb der nächsten drei Monate." Sein Personal reagierten durch die Bank sehr rücksichts- und verständnisvoll. Die Mitarbeiter wollen ihren Chef in dieser schwierigen Lage nicht hängen lassen.

WKO- und AMS-Hotlines überlastet

Zum aktuellen Zeitpunkt erschien Grubauer dies die beste Lösung. "Ich telefonierte mit dem AMS und meinem Steuerberater, der auch wenig Infos hatte. Bei der WKO-Hotline hing ich endlos in der Warteschleife", beschreibt der Wirt die aktuelle Situation, die vor allem von eines geprägt ist: Unsicherheit. "Wenn die Mitarbeiterkosten wegfallen, kann ich schon zwei oder drei Monate überstehen. Pacht und Kreditraten bleiben selbstverständlich nicht aus. Sollte die Krise länger andauern, wird es schwierig für meine Existenz und die der beiden Gasthäuser", so Grubauer. Seine abgeschlossene Versicherung für Betriebsunterbrechungen greift bei Epidemien und Pandemien nicht. 

Kein Lieferservice 

Nach bekanntwerden der ersten Maßnahmen hat Grubauer einen Lieferservice angekündigt. Die Idee stieß sofort auf großen Zuspruch. "Nachdem die Regelungen dann am Wochenende nochmals verschärft wurden, haben wir den Lieferservice wieder abgeblasen. Das Angebot wäre zwar sicher angenommen worden, aber das Risiko war mir zu hoch. Ich möchte weder meine Mitarbeiter noch meine Kunden einer unnötigen Gefahr aussetzen", berichtet der Hirschbacher. Er sei zwar kein Fan der türkis-grünen Regierung, in seinen Augen mache sie jedoch aktuelle vieles ganz gut. 

Hilfe für andere

Eingekaufte und vorrätige Lebensmittel konnten sich Grubauers Mitarbeiter mitnehmen. Den Großteil spendete er an den Sozialmarkt in Freistadt. Darüber hinaus hat der 37-Jährige der benachbarten Fleischerei in Hirschbach seine Hilfe angeboten, ebenso wie dem Roten Kreuz. "Ich hab mich als Fahrer angeboten, dann können ausgebildete Sanitäter dort helfen, wo sie dringender gebraucht werden. Ich bin 80-Stunden-Wochen gewohnt. Ich kann jetzt nicht plötzlich nichts tun."

Autor:

Elisabeth Klein aus Freistadt

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