Heimat-Portrait
Zwischen Fußballplatz, Alm und Dorfgemeinschaft
- Stefanie mit ihrem Mann Richard am Kirchbacher Hausberg- dem Hochwipfel
- Foto: Privat
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Für Stefanie Presslauer ist Kirchbach längst mehr als ein Wohnort – es ist ein Lebensmittelpunkt, der von Familie, Gemeinschaft und Natur geprägt ist. Gemeinsam mit ihrer Familie lebt sie in der Gemeinde Kirchbach und beschreibt ihr Umfeld mit klaren Worten: „Wir fühlen uns als Familie hier in der Gemeinde Kirchbach sprichwörtlich sauwohl.“ Die Verbundenheit zur Region zieht sich dabei wie ein roter Faden durch ihren Alltag.
KIRCHBACH. STRANIG. Ein zentraler Treffpunkt für die Familie ist der Fußballplatz des KSK Kirchbach. Ihre drei Söhne und deren Freunde verbringen dort unzählige Stunden, oft selbstständig mit dem Fahrrad unterwegs. „Der Fußballplatz ist für uns ein echter Vorteil, weil die Kinder dort jede freie Minute verbringen“, erzählt Presslauer. Auch sie selbst ist stark eingebunden und unterstützt als „leidenschaftliche Fußballmama“ regelmäßig im Kantinenbetrieb, da es aktuell keine Kampfmannschaft gibt. Der Verein lebt vom Miteinander – sichtbar auch beim Boccia-Turnier oder dem jährlichen Soccer-Camp für Kinder aus dem Gailtal, das der KSK Kirchbach organisiert.
Vereinsleben und gelebte Dorfgemeinschaft in Stranig
Besonders stark verwurzelt ist Stefanie Presslauer im Heimatdorf in Stranig, wo sie gemeinsam mit zwei weiteren Frauen immer wieder kleine Feste, Rodelpartien oder Kegelabende organisiert. „Wir lieben die Traditionen und sind bei den Kirchtagen in Goderschach, Reisach und Stranig jedes Jahr dabei“, sagt sie. Geburtstage werden im Dorf gemeinsam gefeiert – manchmal dicht gedrängt: „Allein 2025 hatten wir in Stranig acht runde Geburtstage bei den Frauen, vom 40er bis zum 90er – wir wussten gar nicht mehr, wo uns der Kopf steht.“
Sommer, Bad und Beachvolleyball
Auch das Kirchbacher Freibad spielt im Familienleben eine wichtige Rolle. Die Familie besitzt seit Jahren eine Saisonkarte und nutzt die Anlage regelmäßig. „Das Bad ist super gepflegt und eine angenehme Abkühlung“, erzählt Presslauer. Am Beachvolleyballplatz, den schon ihr Mann Richard in seiner Jugend bespielt hat, treffen sich heute die Kinder.
Almen, Käse und Alltag zwischen Natur und Arbeit
Die Nähe zu den Almen ist für die Familie ein großer Schatz. Straniger Alm, Reiacher Jochalm und Gundersheimer Alm sind schnell mit dem Rad erreichbar. „Vormittags hinauf, ein Kasbrot essen und bis halb elf wieder daheim sein – das ist echter Luxus“, sagt Presslauer. Danach geht es oft direkt in die Gail zur Abkühlung, bevor der Alltag weitergeht. Auch die Verwandtschaft aus Düsseldorf zeigt sich beeindruckt: „In der Stadt sieht man vor lauter Smog kaum die Sterne.“ Das ist hier am Land noch deutlich anders.
Bäuerliche Arbeit und Wertschätzung
Gemeinsam mit ihrer Familie vermarktet Stefanie Presslauer Eier sowie Rind- und Hühnerfleisch direkt ab Hof. Besonders wichtig ist ihr dabei der respektvolle Umgang mit den Kundinnen und Kunden im Gailtal. „Wir sind sehr dankbar für die Offenheit der Menschen hier. Es ist nicht selbstverständlich, dass sie den Weg zu uns in die Schottseitn auf sich nehmen“, betont sie. Ihr Dank richtet sich ausdrücklich an die gesamte Region.
- Die Landwirtschaft spielt eine große Rolle in der Familie
- Foto: Privat
- hochgeladen von Carmen Rienzner
Gesunde Gemeinde und persönlicher Ausgleich
Auch das Angebot der „Gesunden Gemeinde Kirchbach“ schätzt Presslauer sehr. Kurse, Vorträge und Bewegungsangebote sorgen für ein vielfältiges Programm. „Es ist wirklich für alle etwas dabei, und die Entwicklung in den letzten Jahren ist beeindruckend“, sagt sie. Parallel dazu nutzt sie selbst regelmäßig das Turnstudio „Turnhase“ in Grafendorf, das sich im ehemaligen Saal des Gasthofs Jantschgi befindet – ein Ort, der für sie auch persönliche Erinnerungen trägt.
Gedanken zur Zukunft der Schulen
Mit Blick auf die Gemeinde bringt sie auch eine persönliche Überlegung ein. Die Situation der Volksschulen in Kirchbach und Gundersheim sieht sie offen diskutierbar. „Eine Zusammenlegung könnte Vorteile bringen – für Kinder und Lehrkräfte gleichermaßen“, meint sie vorsichtig. Gleichzeitig betont sie ihre Wertschätzung: „Die Lehrerinnen leisten in Kirchbach und Gundersheim großartige Arbeit und gehen sehr engagiert mit der Situation um.“
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