Zweites Leben
Neues Einsatzleitfahrzeug für das Rote Kreuz im Bezirk Gmünd
- Bezirksrettungskommandant Reinhard Grubeck, sein Stellvertreter und S3
Einsatzführung Matthias Wimmer sowie Chef des Stabes Karl Trojan mit dem neuen ELF für
den Bezirk Gmünd. - Foto: RK Gmünd
- hochgeladen von Kathrin Schauer
Das Rote Kreuz Niederösterreich stellt dem Bezirksrettungskommando Gmünd ein neues Einsatzleitfahrzeug, kurz ELF, zur Verfügung. Es löst bisherige Bezirkseinsatzleiterfahrzeug ab und wird künftig vom diensthabenden Bezirkseinsatzleiter, kurz BEL, genutzt.
GMÜND. (Red) Da das ELF im Eigentum des Landesverbandes mit Sitz in Tulln steht, das trägt es ein Tullner Kennzeichen. Die zukünftige Beklebung „Bezirk Gmünd“ weist es klar als Fahrzeug des Bezirks Gmünd aus.
Der BEL ist eine vom Bezirksrettungskommandanten beauftragte Führungskraft und übernimmt in dessen Auftrag bei größeren oder komplexen Einsatzlagen wichtige Führungs- und Koordinationsaufgaben vor Ort. Der Dienst wird von ehrenamtlichen Führungskräften aller Bezirksstellen im Bezirk getragen (Gmünd mit Heidenreichstein und Schrems sowie Litschau und Weitra). Werktags untertags übernimmt meist der hauptamtliche Dienstführer der Bezirksstelle Gmünd zusätzlich die Funktion des BEL. Diese Verbindung hat sich in der Praxis als gut funktionierende Synergie bewährt.
„Eine klare und gut funktionierende Führung vor Ort wird bei größeren Einsätzen immer wichtiger“, erklärt Bezirksrettungskommandant Reinhard Grubeck. „Mit dem neuen ELF stehen uns zusätzliche Mittel zur Verfügung, um Informationen besser zu bündeln, Einsatzkräfte gezielter zu koordinieren und Entscheidungen strukturiert umsetzen zu können.“
Die neuen ELF sind in allen Bezirken Niederösterreichs einheitlich ausgestattet. Es handelt sich um ehemalige Notarzteinsatzfahrzeuge, die für ihre neue Aufgabe umgebaut wurden und damit beim Roten Kreuz ein „zweites Leben“ erhalten. Das dreisitzige Fahrzeug bietet deutlich mehr Platz als sein Vorgänger und verfügt über einen fix eingerichteten Arbeitsplatz für die Einsatzleitung.
Zur Ausstattung gehören unter anderem moderne Funk- und Kommunikationsmittel, eine eigene Stromversorgung, ein Organisationsset für größere Einsatzlagen, ein Technik-Modul, Faltsignale, verschiedene Schutz- und Wärmedecken sowie Trinkwasser. Besonders praktisch ist das fest auf der Rückseite des ELF verbaute Whiteboard. Es kann direkt am Einsatzort ausgeklappt und für die übersichtliche Darstellung der Lage und der eingesetzten Kräfte genutzt werden.
„Der zusätzliche Platz und der integrierte Arbeitsplatz sind ein großer Fortschritt“, betont Matthias Wimmer, stellvertretender Bezirksrettungskommandant und im Bezirksstab als S3 für die Einsatzführung verantwortlich. „Damit können wir am Einsatzort rasch eine geordnete Führungsstruktur aufbauen und alle wesentlichen Informationen übersichtlich zusammenführen.“
Im regulären Einsatz dient das ELF dem BEL als Einsatzfahrzeug. Bei größeren oder länger dauernden Einsätzen kann es gemeinsam mit weiterem Personal auch als Führungsunterstützungselement eingesetzt werden. Dadurch lässt sich direkt vor Ort eine Einsatzleitung einrichten, in der Informationen zusammenlaufen, die Lage dokumentiert und die Zusammenarbeit mit anderen Einsatzorganisationen koordiniert wird.
„Gerade bei unübersichtlichen Einsatzlagen braucht es einen Ort, an dem alle wichtigen Informationen gebündelt werden“, erklärt Karl Trojan, Chef des Stabes im Bezirksrettungskommando. „Das neue ELF schafft dafür deutlich bessere Voraussetzungen und hilft der Einsatzleitung, auch in herausfordernden Situationen den Überblick zu behalten.“
Reinhard Grubeck wurde gemeinsam mit seinem Team im Bezirksstab von allen Bezirksstellenleitern des Bezirks Gmünd für die nächste Funktionsperiode bis 2031 vorgeschlagen und vom Landesrettungskommandanten für diesen Zeitraum erneut zum Bezirksrettungskommandanten bestellt.
„Das neue ELF ist eine wichtige Investition in die Sicherheit der Bevölkerung und unserer Einsatzkräfte“, fasst Grubeck zusammen. „Es stärkt die Führung vor Ort und damit auch die Zusammenarbeit aller Beteiligten bei größeren Einsätzen.“
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