Energie für 1.000 Haushalte
Biomethan-Anlage in Wallern eröffnet
- Alle beteiligten Unternehmen und einige Politikerinnen und Politiker waren bei der Eröffnungsfeier in Wallern vor Ort.
- Foto: MeinBezirk
- hochgeladen von Cornelia Karrer
Eine Innovation im Bezirk Grieskirchen: Die Biogas Trattnachtal GmbH nimmt ihre Anlage zur Aufbereitung von Biogas in Betrieb und erzeugt daraus Biomethan. Das ganze passiert am Standort des Reinhaltungsverbandes Trattnachtal (RHV) in Wallern an der Trattnach.
WALLERN AN DER TRATTNACH. Mittels dreistufiger Membrantechnologie werde das Biogas zu Biomethan mit einem Reinheitsgrad von mehr als 98 Prozent aufbereitet. Künftig sollen bis zu 200 Kubikmeter Biomethan pro Stunde in das Gasnetz der Netz Oberösterreich GmbH eingespeist werden, das entspreche einer Jahresproduktion von rund 18 Gigawattstunden erneuerbarer Energie.
„Wir können etwas verändern“
Das Projekt ist zusammen mit Evonik Fibres, Wels Strom, Netz OÖ und dem Planungsbüro pbeg umgesetzt worden. Das „Herzstück“ der Anlage ist eine dreistufige Membrantechnologie mit 16 Hochleistungsmembranen des Herstellers Evonik Fibres aus Schörfling. In einem energieeffizienten Verfahren von der Wels Strom GmbH wird das bei der Vergärung von Klärschlamm und biogenen Abfällen entstehende Biogas aufbereitet. Die erzeugte Energiemenge deckt rechnerisch den Jahresbedarf von circa 1.000 Haushalten. „Mit dieser neuen Generation der Biogasaufbereitung leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele“, sagt Daniel Schürz, Geschäftsführer der Biogas Trattnachtal GmbH. Auch Wallerns Bürgermeister Dominik Richtsteiger (ÖVP) zeigt sich überzeugt vom Projekt: „Das zeigt klar, dass wir etwas verändern können. Mit solchen Lösungen verringern wir Abhängigkeiten und kommen weg vom fossilen Gas.“
Biogas Trattnachtal
Die Biogas Trattnachtal GmbH, ein Tochterunternehmen des RHV Trattnachtal, betreibt seit 2008 eine Biogasanlage zur Verwertung von Schlamm aus der Abwasserreinigung und biogenen Abfällen. Die bisherige Nutzung zur Strom- und Wärmeerzeugung am Standort wird nun durch die Biomethaneinspeisung ergänzt.
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