Generationenwechsel nach 17 Jahren
Herbert Lehner übergibt Bürgermeisteramt in Steegen
- Herbert Lehner, seit 17 Jahren Bürgermeister von Steegen, gibt sein Amt mit 14. August ab und tritt in den Ruhestand.
- Foto: ÖVP Oberösterreich
- hochgeladen von Cornelia Karrer
Nach 17 Jahren an der Spitze der Gemeinde Steegen zieht sich Bürgermeister Herbert Lehner (ÖVP) in den Ruhestand zurück. Die Nachfolge soll Vizebürgermeisterin Daniela Wolfschluckner (44) übernehmen, die bereits seit Längerem auf ihre neue Aufgabe vorbereitet wurde.
STEEGEN. Herbert Lehner, seit 17 Jahren Bürgermeister von Steegen, gibt sein Amt mit 14. August ab und tritt in den Ruhestand. „Ich will einfach einen Generationswechsel in der Gemeinde ermöglichen“, erklärt Lehner. Bereits vor längerer Zeit habe er angekündigt, mit Ende der laufenden Periode aufzuhören. Da im Herbst 2027 Gemeinderatswahlen anstehen, sei es sinnvoll, das Amt bereits jetzt zu übergeben, damit die neue Bürgermeisterin mit ausreichend Vorlauf starten kann.
Nachfolge klar geregelt
Die Nachfolge sei bereits fixiert: Daniela Wolfschluckner (ÖVP), bisher Vizebürgermeisterin, soll in einer Gemeinderatssitzung am 28. August zur neuen Bürgermeisterin gewählt werden.
„Wir haben uns im vergangenen Jahr intensiv mit der Nachfolge beschäftigt und im November beim Ortsparteitag den Weg für die Zukunft festgelegt“
, so Lehner. Wolfschluckner sei bereits seit Jahren in die Gemeindearbeit eingebunden und habe sich bereit erklärt, das Amt zu übernehmen. Das Amt des Vizebürgermeisters soll Erwin Fellinger zukünftig besetzen, seine Wahl stehe im Oktober an.
Bilanz nach 17 Jahren
Lehner blickt auf eine bewegte Amtszeit zurück. Besonders stolz ist er darauf, dass Steegen eigenständig geblieben ist und zahlreiche Projekte umgesetzt werden konnten.
„Nach der Abstimmung 2016 haben wir uns gleich um den Glasfaserausbau gekümmert und waren bis Corona zu 95 Prozent versorgt. Das war für viele Familien, gerade im Homeoffice, enorm wichtig“
, betont der 62-Jährige. Auch die Ausstattung der Feuerwehren, Investitionen in die Infrastruktur und die Unterstützung der Vereine zählen zu den Höhepunkten seiner Amtszeit. „Wir haben die Straßenbeleuchtung auf LED umgestellt, Photovoltaikanlagen errichtet und gemeinsam mit der Nachbargemeinde Peuerbach den Kindergarten ausgebaut“, fasst Lehner zusammen.
Solide Gemeindefinanzen
Ein besonderes Anliegen war Lehner stets eine solide Finanzlage. „Wir hatten Ende 2025 über 800.000 Euro Zahlungsmittelreserven – das ist für eine kleine Gemeinde wie Steegen beachtlich“, so der scheidende Bürgermeister. Investitionen würden weiterhin gezielt getätigt, etwa in Straßensanierungen.
„Lachendes und weinendes Auge“
„Ich habe natürlich ein lachendes und ein weinendes Auge. Aber es ist vernünftig für die Zukunft, jetzt zu übergeben“, zeigt sich Lehner überzeugt. Er werde der Gemeinde weiterhin verbunden bleiben, sich aber aus der aktiven Politik zurückziehen.
„Ich kann das Amt mit ruhigem Gewissen übergeben. Das neue Team ist gut aufgestellt, und ich bin überzeugt, dass Steegen weiterhin gut geführt wird.“
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