Hitzeopfer: Kraut und Rüben

Normalerweise benötigen Rote Rüben keine künstliche Bewässerung. Doch wegen der hohen Temperaturen und der Trockenheit im heurigen Sommer werden Ernteausfälle befürchtet.
  • Normalerweise benötigen Rote Rüben keine künstliche Bewässerung. Doch wegen der hohen Temperaturen und der Trockenheit im heurigen Sommer werden Ernteausfälle befürchtet.
  • Foto: BMLFUW/AMA-Bioarchiv/Pichler
  • hochgeladen von Bernadette Aichinger

BEZIRK. Der Sommer 2013 stellt die Bauern im Eferdinger Becken auf eine harte Probe. Nach dem Hochwasser im Juni bedroht nun die extreme Hitze die Ernte der Landwirte. „Betroffen sind in erster Linie die hügeligen Randgebiete des Eferdinger Beckens, die nicht bewässert werden können“, erklärt Stefan Hamedinger von der Bezirksbauernkammer Eferding. Es handelt sich dabei vor allem um Felder, auf denen Kraut und Rote Rüben angepflanzt sind. Befürchtet werden Ertragsausfälle von 15 bis 20 Prozent. „Die Pflanzen stehen unter enormem Stress und sind daher nicht robust. Nach dem vielen Regen im Juni macht ihnen nun die extreme Wasserknappheit schwer zu schaffen“, erklärt Hamedinger.
Doch auch jene Bauern, deren Felder bewässert werden können, befürchten negative Folgen der Hitzewelle. „Bewässern ist teuer. Jeder Liter Wasser kostet Geld. Außerdem fallen zusätzliche Arbeits- und Stromkosten an“, betont Hamedinger. Für die Landwirte steigen daher durch die Hitzeperiode die Erzeugungskosten sprunghaft an.
Die hohen Temperaturen stellen auch die Wirte vor Herausforderungen. „Viel heißer darf es nicht mehr werden. Am vorigen Wochenende war es am Nachmittag im Gastgarten ganz ruhig – die Leute flüchten alle in die Freibäder“, berichtet die Eferdinger Wirtesprecherin Paula Langmayr vom Landgasthof Dieplinger in Pupping. Die Arbeit in der Küche sei bei der Hitze natürlich auch alles andere als angenehm.
Trotzdem ist Langmayr dankbar für die anhaltende Schönwetterperiode: „Die Zeit, die wir durch das Hochwasser verloren haben, können wir ohnehin nicht mehr aufholen. Darum ist jetzt jeder Gastgartentag kostbar.“ Derzeit füllen sich die Gastgärten erst am Abend. „Interessant ist, dass momentan die warme Küche recht gefragt ist. Ich glaube, das hängt damit zusammen, dass die Leute tagsüber sehr viele kalte Getränke zu sich nehmen. Abends brauchen sie dann etwas Warmes, um den Magen zu beruhigen“, meint Langmayr.

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