Pflege
150 Jahre "Haus der Warmherzigkeit": "Es wird immer Zuwendung brauchen"

Hochkarätige Festgäste: Institutsratsvorsitzender Reinhard Krepler, Kardinal Christohph Schönborn, NÖ-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig, Wiens Stadtrat Peter Hacker, HB-Institutsdirektor Christoph Gisinger, Prinzessin Sophie von und zu Liechtenstein, Festredner Rektor Markus Müller, Institutsdirektor Roland König und Wiens designierter Erzischof Josef Grünwidl feierten mit dem Haus der Barmherzigkeit das 150jährige Bestehen.  | Foto: Karl Ettinger
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  • Hochkarätige Festgäste: Institutsratsvorsitzender Reinhard Krepler, Kardinal Christohph Schönborn, NÖ-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig, Wiens Stadtrat Peter Hacker, HB-Institutsdirektor Christoph Gisinger, Prinzessin Sophie von und zu Liechtenstein, Festredner Rektor Markus Müller, Institutsdirektor Roland König und Wiens designierter Erzischof Josef Grünwidl feierten mit dem Haus der Barmherzigkeit das 150jährige Bestehen.
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Alle rund 1700 Bewohnerinnen und Bewohner der Pflegeeinrichtungen sollten auch künftig eine "heilsame Geborgenheit spüren": Mit dieser Bitte brachten Wiens Kardinal Christoph Schönborn und sein designierter Nachfolger als Erzbischof, Josef Grünwidl, beim Segensgebet am Ende der 150-Jahr-Feier des Hauses der Barmherzigkeit (HB) das zentrale Anliegen auf den Punkt. Die Erzdiözese Wien hat die Patronanz für die Pflegeinstitution inne. Die Staatssekretärin im Sozial- und Gesundheitsministerium, Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ), fasste das Wirken als "Haus der Warmherzigkeit" auch als Auftrag für die Zukunft zusammen: "Eines wird sich nie verändern, es wird immer die Zuwendung brauchen." Dementsprechend stand bei der knapp zweistündigen Feier in der Akademie der Wissenschaften in der Innenstadt am Donnerstagabend bei allen Rednerinnen und Rednern das Lob für die rund 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des HB in den Pflegeeinrichtungen in Wien und Niederösterreich im Mittelpunkt.

Der Wiener Sozial- und Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) knüpfte bei dem erst diese Woche vorgelegten, neuen Gesundheitsstrukturplan für die Bundeshauptstadt bis 2030 an. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Kombination von Gesundheitsversorgung und Pflege, auch wenn sich derzeit die Finanzierung der beiden Bereiche radikal unterscheide. Für Hacker verkörpert das Haus der Barmherzigkeit, das in Wien unter anderem zwei Pflegekrankenhäuser in Ottakring und in der Donaustadt für Menschen mit chronischen und schweren Erkrankungen führt, dieses Leitbild der Verknüpfung von Gesundheit und Pflege schon jetzt. Diese Bereiche würden sich immer mehr verschränken. "Deswegen werden wir dieses Cross verstärken in Wien", kündigte Hacker an. 

Dank für die optimistische Stimmung

Niederösterreichs Soziallandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) strich die Bedeutung des HB mit seinen Häusern in Niederösterreich hervor: "Dass es sie gibt, ist ein wertvoller Beitrag", das Haus der Barmherzigkeit sei "ein spürbarer Anbieter" im Pflegesektor im Bundesland. Gleichzeitig freute sie sich darüber, dass das 150jährige Bestehen so fröhlich wie ein Geburtstagsfest gefeiert werde. Denn ihrer Ansicht nach werde "viel zu wenig über das Schöne in der Pflege geredet". Später bekräftigte Teschl-Hofmeister: "Danke für diese optimistische Stimmung." Festredner Markus Müller, Rektor der Medizin-Universität Wien, sprach von "zwei Flügeln", die es in der Medizin brauche: "Barmherzigkeit und Wissenschaft sind zwei menschliche Leistungen, die nicht selbstverständlich sind." 

In Niederösterreich stehen weitere Ausbauschritte durch das Haus der Barmherzigkeit bevor. Dabei geht es um ein innovatives Projekt am Standort Horn im Waldviertel bis zum Jahr 2027. Dort soll älteren, pflegebedürftigen Menschen durch eine weitgehende Betreuung ein Leben wie in einer Wohnung ermöglicht werden. Das zweite Vorhaben ist die bevorstehende Erweiterung des bestehenden Hauses in Kirchstetten im Bezirk St.Pölten-Land.

Goldenes Ehrenzeichen für Institutsdirektor Gisinger

Christof Gisinger, der seit gut einem Vierteljahrhundert Institutsdirektor des Hauses der Barmherzigkeit ist und die Einrichtung zu Amtsbeginn durch eine äußerst schwierige Phase geführt hat, ließ nicht nur in Zeitraffer die 150 Jahre seit der Gründung der Pflegeeinrichtung 1875 Revue passieren. Er hob auch hervor, dass das Entscheidende für den Fortbestand des Geistes der Einrichtung die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien. Gleichzeitig freute er sich, unter anderen Prinzessin Sophie von und zu Liechtenstein sowie Thomas Schäfer-Elmayer - das Fürstenhaus und die Tanzschule sind jahrzehntelange HB-Unterstützer - beim Festakt begrüßen zu dürfen. Einmal war Gisinger danach allerdings "ein bisschen wortlos", wie er formulierte. Das war, als er von Wiens Sozialstadtrat Hacker mit dem Goldenen Ehrenzeichen für die Verdienste um das Land Wien überrascht wurde. 

Zu Herzlichkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und zum Optimismus, der bei der 150-Jahr-Feier beschworen wurde, passte auch der musikalische Ausklang. Die seit 2018 bestehende Gruppe Classic Sound Vienna intonierte "Here comes the sun" von den Beatles.

Hochkarätige Festgäste: Institutsratsvorsitzender Reinhard Krepler, Kardinal Christohph Schönborn, NÖ-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig, Wiens Stadtrat Peter Hacker, HB-Institutsdirektor Christoph Gisinger, Prinzessin Sophie von und zu Liechtenstein, Festredner Rektor Markus Müller, Institutsdirektor Roland König und Wiens designierter Erzischof Josef Grünwidl feierten mit dem Haus der Barmherzigkeit das 150jährige Bestehen.  | Foto: Karl Ettinger
Warten auf die Überraschung: Wiens Sozial- und Gesundheitsstadtrat Peter Hacker überraschte den langjährigen Institutsdirektor des Hauses der Barmherzigkeit, Christoph Gisinger (li.), bei der 150-Jahr-Feier mit dem Goldenen Ehrenzeichen um Verdienste für die Stadt Wien.  | Foto: Karl Ettinger
Ein Segensgebet von Wiens Kardinal Christoph Schönborn mit seinem designierten Nachfolger als Wiener Erzbischof, Josef Grünwidl (li.) bildete den Schlusspunkt der 150-Jahr-Feier des Hauses der Barmherzigkeit in der Akademie der Wissenschaften.  | Foto: Karl Ettinger

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