Wirtschaft im Bezirk Eferding
Achleitner setzt auf KI und Innovation gegen Fachkräftemangel
- Landesrat Markus Achleitner war gemeinsam mit Astrid Zehetmair im Bezirk Eferding unterwegs, um sich ein Bild von der wirtschaftlichen Lage vor Ort zu machen.
- Foto: MeinBezirk/Magdalena Wimmer
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Nach drei Jahren wirtschaftlicher Rezession sieht Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) das Jahr 2026 als mögliches Jahr der Trendwende. Im Bezirk Eferding stehen die Zeichen auf Innovation, Investitionen und eine aktive Arbeitsmarktpolitik. Mit einer Arbeitslosenquote von nur drei Prozent spricht Achleitner von Vollbeschäftigung: „Jeder, der in Eferding arbeiten will, findet Arbeit.“
EFERDING. Im Rahmen seines Bezirkstags machte sich Landesrat Markus Achleitner ein Bild von der Wirtschaftskraft vor Ort. Bei Besuchen der Coil Innovation GmbH in Eferding und der Metallbau Schlenhardt GmbH in Alkoven zeigte sich, wie Unternehmen durch Investitionen und laufende Weiterentwicklung Arbeitsplätze sichern und die Region stärken. „Hier sieht man, was Innovationskraft ausmacht.“
- Betriebsbesuch von LR Achleitner bei Coil Innovation GmbH in Eferding.
- Foto: Land OÖ/Charlotte Guggenberger
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Coil Innovation entwickelt trockenisolierte Luftdrosselspulen und verzeichnete in den vergangenen Jahren einen steilen Wachstum, erst heuer wurden 35 Millionen Euro investiert. Mittlerweile beschäftigt die Firma mehr als 200 Mitarbeiter und zählt im Branchenvergleich zu den Top fünf Unternehmen weltweit. Auch bei Metallbau Schlenhardt scheint es gut zu laufen: seit 2004 haben sich die Betriebsflächen mehr als verdoppelt.
Arbeitsmarkt: Vollbeschäftigung und gezielte Programme
Im Bezirk Eferding liegt die Arbeitslosenquote mit drei Prozent deutlich unter dem oberösterreichischen Durchschnitt 5,1 Prozent. 488 Personen suchen aktuell Arbeit, während 292 offene Stellen gemeldet sind. Am Lehrstellenmarkt stehen 24 offene Lehrstellen 17 Suchenden gegenüber. Achleitner betont:
„Wir setzen in Oberösterreich auf eine aktive Arbeitsmarktpolitik, um einerseits Menschen rasch wieder in Beschäftigung zu bringen und andererseits den Betrieben jene Fachkräfte zur Verfügung zu stellen, die sie dringend benötigen.“
Mit dem Standortprogramm upperWORK werden heuer knapp 392 Millionen Euro in Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen investiert. Ziel ist es, Arbeitslosigkeit zu vermeiden, Langzeitarbeitslosigkeit zu bekämpfen und gezielt in Zukunftskompetenzen zu investieren.
Demografischer Wandel
Der demografische Wandel stellt trotz der guten Zahlen nämlich auch Eferding vor große Herausforderungen: Viele Arbeitskräfte gehen in Pension, weniger junge Menschen rücken nach. Die Bevölkerungsentwicklung sei von Überalterung geprägt. Laut Prognosen des OÖ. Fachkräftemonitor werden in Oberösterreich bis 2030 rund 83.500 Fachkräfte fehlen, bis 2040 steigt der Bedarf im Bundesland sogar auf etwa 151.000.
Digitalisierung und KI als Antwort
Achleitner sieht die Digitalisierung und Automatisierung als zentrale Antwort: „Die Frage ist nicht, ob wir KI verwenden, sondern wie.“ Er ist überzeugt, dass der Einsatz von Künstlicher Intelligenz dem Arbeitskräftemangel entgegenwirken kann. Unternehmen müssten sich jedoch jetzt schon mit dem Thema beschäftigen und nicht erst, wenn es zu spät sei. Viele Arbeitskräfte könnten durch KI in andere Bereiche wechseln, wo sie dringend gebraucht werden, andere müssten sich hochqualifizieren:
„Die Prognosen sind auch in die Erarbeitung von upperWork eingeflossen. So wird bei der Qualifizierung arbeitssuchender Personen gezielt in jene Bereiche, investiert, die künftig Bedarf haben. Gezielte Ausbildung ist ein wichtiger Baustein, um den Fachkräftebedarf zu decken“
Neben dem Abfedern des Arbeitskräftemangels hätte die KI laut Achleitner noch eine weitere entscheidende Aufgabe: Die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs zu sichern.
Wirtschaftsstandort und Infrastruktur im Fokus
Die wirtschaftliche Stärke des Bezirks Eferding zeigt sich auch in den Zahlen: 2025 wurden 124 Unternehmen neu gegründet, im ersten Halbjahr 2026 kamen 62 Neugründungen und 12 Betriebsübernahmen hinzu. Die meisten Gründungen entfallen auf Gewerbe, Handwerk, Handel sowie Information und Consulting. Landtagsabgeordnete Astrid Zehetmair (ÖVP) betont: „Die wirtschaftliche Stärke im Bezirk Eferding ist abhängig von den Rahmenbedingungen, die Unternehmen geboten werden. Auch die gute Infrastruktur und Erreichbarkeit spielt eine Rolle.“ Besonders erfreut zeigt sie sich deshalb über das Projekt der Umfahrung Pupping-Karling, in das das Land 51 Millionen Euro investiert.
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