Unfälle mit E-Bikes nehmen zu

E-Bikes sind schwerer als herkömmliche Räder und dadurch auch schwieriger zu kontrollieren
  • E-Bikes sind schwerer als herkömmliche Räder und dadurch auch schwieriger zu kontrollieren
  • Foto: ÖRK/Thomas Holly Kellner
  • hochgeladen von Florian Uibner

BEZIRKE (fui). Das Radeln unter Strom liegt voll im Trend. Von hundert Radlern nutzen fünf ein E-Bike, um sportlich, aber auch schneller voranzukommen. Viele haben mit dem E-Bike die Liebe zum Sport wiederentdeckt, und auch ältere Menschen schätzen die Unterstützung durch den Elektromotor. Den Prognosen zufolge wird sich dieser Trend auch in den nächsten Jahren fortsetzen; immer mehr E-Bikes werden auf den Straßen und Radwegen unterwegs sein. Mit der Zahl der Elektroradler steigt allerdings auch die Zahl der Unfälle. Oberösterreichweit wurden im Jahr 2016 630 Unfälle mit E-Bikes registriert, das ist knapp ein Fünftel aller Radunfälle im Bundesland. Häufigster Unfallgrund: Überschätzung der eigenen Fahrkünste. Mit einem Anteil von 40 Prozent betreffen die meisten E-Bike-Unfälle die Altersgruppe der über 65-Jährigen. Oft unterschätzen auch Fußgänger und Autofahrer die E-Bike-Fahrer, die im Straßenverkehr meist schneller als normale Pedalritter unterwegs sind. "Die Region rund um Eferding ist beliebtes Ausflugsziel für alle Arten von Radfahrern. Dementsprechend oft kommt es auch zu Stürzen. Speziell ältere Personen, die noch aktiv und rüstig sind, schätzen das E-Bike. Man darf aber nicht vergessen, dass diese Räder wesentlich mehr Schwung haben. Damit steigt auch die Gefahr bei plötzlichen Ausweichmanövern", erklärt Franz Puttinger, Bezirksrettungskommandant des Roten Kreuzes (RK) Eferding.

E-Bikes haben Tücken

Elektrofahrräder haben aufgrund der Bauart ganz eigene Tücken. Die Räder sind schwerer, wodurch die Fahrer mehr Kraft zum Anhalten benötigen. Auch in Kurven oder bei Ausweichmanövern sind die Räder schwieriger zu kontrollieren. "Häufige Verletzungen bei Stürzen sind Abschürfungen, Verstauchungen und Knochenbrüche. Große Gefahr besteht bei Kopfverletzungen. In 70 Prozent der lebensgefährlichen Verletzungen ist der Kopf betroffen. Die Radler sind sich aber diesem Risiko bewusst, und der Großteil trägt einen Helm", so Puttinger.

Richtiges Handeln 

Wenn ein Unfall passiert, ist rasches und richtiges Handeln gefragt. "Im Fall der Fälle richtig zu handeln, kann Leben retten. Also Notruf absetzen, Erste Hilfe leisten und die Rettungskette aktivieren. Speziell wenn man im Gelände unterwegs ist, sollte man wissen, wo man ist, damit man auch von Rettungskräften gefunden wird. Hilfreich sind dabei markante Landschaftspunkte, wie etwa ein Kraftwerk. Eine rasche Hilfe beschleunigt auch den Genesungsprozess nach einer Verletzung", erklärt Puttinger. Die richtige Erste Hilfe wird in den Kursen des Roten Kreuzes vermittelt. Von 14. bis 26. März läuft ein Erste-Hilfe-Grundkurs des RK Eferding.

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