Melk II - Herzogenburg 2:2
Starke SCH Frauen – Siegestraum platzt spät
- Kapitänin Madlen Schrittwieser hielt die Defensive souverän zusammen und war ein sicherer Rückhalt in einer geschlossen starken SCH-Mannschaft.
- Foto: Thomas Navratil
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Die SCH-Frauen lieferten im Schuberth-Stadion in Melk eine starke und laufintensive Partie ab. Nach einem Pausenrückstand drehten die Herzogenburgerinnen durch einen Doppelpack von Emely Thoma das Spiel. Doch auf die umjubelte Führung in der 87. Minute folgte in der 94. Minute der bittere Ausgleich zum 2:2.
Melk zunächst tonangebend
Zu Beginn waren die mit Landesliga-Spielerinnen verstärkten Melkerinnen tonangebend. Immer wieder kamen sie über die Seiten zu gefährlichen Aktionen. Einen Treffer erkannte der gute Schiedsrichter Cena wegen Abseits ab. Auch Julia Mrskos musste ihr Können zeigen und parierte einen Schuss stark. Madlen Schrittwieser rettete zudem im letzten Moment auf der Torlinie.
Doch auch die SCH-Frauen hatten ihre Möglichkeiten und zeigten immer wieder gute Passkombinationen. Die beste Gelegenheit in der ersten Halbzeit hatte Emely Thoma, deren Schuss noch abgeblockt wurde. Kurz vor der Pause fiel schließlich das 1:0 für Melk: Schönbauer traf in der 43. Minute ins kurze Eck. So mussten die Herzogenburgerinnen mit einem Rückstand in die Kabine gehen und ihre Akkus für die zweite Halbzeit neu aufladen.
Thoma-Doppelpack und dramatische Schlussminuten
In der 67. Minute schlug Emely Thoma erstmals zu: Ihr Schlenzer an der Heimtorfrau vorbei traf zunächst die Innenstange. Von dort kullerte der Ball an die gegenüberliegende Innenstange und schließlich zum viel umjubelten 1:1 ins Tor. Der Ausgleich gab den Gästen zusätzlichen Auftrieb. Obwohl die Melkerinnen viel Qualität auf den Platz brachten, hielten die SCH-Frauen entschlossen dagegen.
In der 87. Minute schien die starke Aufholjagd belohnt zu werden: Thoma umkurvte die Torfrau und schob den Ball gekonnt zur 2:1-Führung ins leere Tor. Der Jubel bei den Herzogenburgerinnen war groß – der Auswärtssieg zum Greifen nah.
Doch die dramatischen Schlussminuten hielten noch einen bitteren Rückschlag bereit. In der 94. Minute konnte der Ball nach einer Abwehr von Julia Mrskos vor der Torlinie nicht konsequent geklärt werden. Christina Streyczek traf über die Innenstange zum 2:2-Endstand. So mussten sich die SCH-Frauen nach einer starken Leistung mit einem Punkt begnügen. Trotz des ärgerlichen späten Ausgleichs kann die Mannschaft auf diesem Auftritt aufbauen.
Mit gelungenen Passkombinationen, mehr Ruhe am Ball und einer gut abgestimmten Defensive zeigen die Stiftsstädterinnen mittlerweile ein ganz anderes Gesicht als noch zu Meisterschaftsbeginn. Das Zusammenspiel wird immer sicherer, und auch nach vorne tritt die Mannschaft mutiger und selbstbewusster auf. In Melk war der nächste Sieg bereits zum Greifen nah.
Melk II – Herzogenburg 2:2 (1:0)
23. Oktober 2026, 20:00 Uhr, Schuberth-Stadion Melk
Torfolge: 1:0 Schönbauer (43.), 1:1 Thoma (67.), 1:2 Thoma (87.), 2:2 Streyczek (94.).
Melk II: Schober; Streyczek, Lechner, Bader, Parfuss, Schönbauer (65. Mitschitz), Bauer, Weinstabl (65. Riedl), Müller, Seitlberger (HZ. Punz, 82. Özhan), Herbst.
Herzogenburg: Mrskos; Halbmayer, Thoma, Rauchecker, Wöll, Rohrmüller, Schrittwieser, Thaqi, Berenji, Ambichl, Hadek (HZ. Böhm).
Zuschauer: 70
Schiedsrichter: Mizair Cena
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