Abtpräses Haidinger tourt als Starkoch des Frauenbewegungs-Suppenessens

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ALTENBURG/ST.PÖLTEN. Jedes Jahr in der vorösterlichen Fastenzeit gehört das Benefiz-Fastensuppenessen der Katholischen Frauenbewegung (kfb) zur guten Tradition in Niederösterreich. Auftakt war heuer das Suppenessen im niederösterreichischen Landhaus mit Anna Rosenberger, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung der Diözese St. Pölten, Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka und dem Suppenkoch 2014 Abtpräses Christian Haidinger. Er bereitete eine köstliche Lauch-Kartoffelsuppe aus der Klosterkuchl seines Stiftes Altenburg zu. Die Suppe war – seinem Wesen als Vegetarier entsprechend – fleischlos. Acht Jahre lang war er Geistlicher Assistent der Katholischen Frauenbewegung Österreichs „und damit Seelsorger für über 200.000 Frauen“, wie er schmunzelnd anmerkte. Er dankte bei der Gelegenheit den Frauen für ihren Einsatz in der Kirche, diese wäre ohne Frauen nicht denkbar. Weiters wurde sein morgiger 70. Geburtstag vorgefeiert.

Bei dieser „Aktion Familienfasttag“ – auch bekannt unter dem Motto „Suppe essen, Schnitzl zahlen“ - werden in über 100 katholischen Pfarren allein in der Diözese St. Pölten bei Gottesdiensten und entwicklungspolitischen Bildungsveranstaltungen Spenden gesammelt. Statt nach dem Gottesdienst ein üppiges Mahl zu sich zu nehmen, gibt es die Fastensuppe. Dadurch wird gelebte Solidarität mit benachteiligten Frauen in Asien, Afrika und Lateinamerika spürbar. Die gespendeten Gelder werden in rund 100 konkreten Projekten direkt vor Ort für die Verbesserung von Frauen und Kindern in den Ländern des Südens eingesetzt. Das bedeutet: Mehr Gerechtigkeit, mehr Gesundheit, ausreichend Nahrung, mehr Bildung.

Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka sagte, jeder und jede könne beim Teilen mitmachen. Eine faire Welt liege an uns allen, das beginne beim Konsumverhalten, das sich schon wesentlich verändert habe, weil Konsumenten ihr Kaufverhalten zunehmend kritisch hinterfragen. Die „Aktion Familienfasttag“ sei ein Beispiel wie das Christentum positiv gelebt werden könne. Und es sei ein Symbol, das in die Gesellschaft hineinleuchte.

Frauenbewegung-Vorsitzende Rosenberger betont: „Fasten heißt, nicht nur an sich, sondern an die Mitmenschen zu denken!“ Die kfb-Chefin verweist auf die sklavenähnlichen Bedingungen unter denen junge Frauen in den Baumwollspinnereien Südindiens arbeiten müssen, damit wir billige T-Shirts kaufen können. Davon berichtete im Landhaus Arockiasamy Britto, von der südindischen kfb-Partnerorganisation Vaan Muhil. „Wir können gar nicht genügend Bildungsarbeit betreiben, um auf diese schrecklichen Tatsachen aufmerksam zu machen. Teilen macht stark - so wollen auch wir das Wissen und unser Geld mit den Ärmsten der Welt teilen!“, so kfb-Vorsitzende Rosenberger. Das Motto heuer heißt daher: „Billig ist doch zu teuer -faire Arbeitsbedingungen für alle.“

Die Aktion Familienfasttag der Katholischen Frauenbewegung will die Not von Menschen nicht nur kurzfristig lindern, sondern einen Wandel der Lebenswelt bewirken. Im Jahr 2013 wurden bei der Aktion Familienfasttag österreichweit 2,5 Millionen Euro gespendet, davon rund 271.000 Euro in der Diözese St. Pölten. Die mit dem Österreichischen Spendengütesiegel ausgezeichnete Aktion Familienfasttag wurde 1958 von der Katholischen Frauenbewegung Österreichs zur Bekämpfung des Hungers in der Welt gegründet.

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