Senioren am Steuer

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BEZIRK. Es gibt Menschen, die sind Jahrzehnte jünger als er, die schmerzt ihr Rücken beim Gehen und das Stiegensteigen ist eine Qual. Nicht so bei Altbürgermeister Anton Schrammel (88) aus Gars. "Ich geh Stiegen rauf wie ein Einser", lacht er. Er macht keinen aktiven Sport, mäht aber selbst den Garten - mit der Sense. Fit ist er - auch beim Autofahren. Selbstverständlich würde er jederzeit nach Wien fahren und ein Navi bräuchte er sowieso nicht.
Seit 62 Jahren hat er den Schein - drei Jahre davor machte er den Motorradführerschein. "Da wurde mir gesagt, ich soll doch den für das Auto auch gleich machen. Aber nein, meinte ich, ich werde mir niemals ein Auto kaufen können. Und ein Motorrad gab es in der Firma Kiennast. Dort ließ man durchblicken, dass ich Handelsreisender werden könnte, dann erst hab ich den Schein für das Auto gemacht."

Täglich mit Auto unterwegs

Heute fährt er nicht nur täglich ins Zentrum Gars einkaufen, auch nach Horn fährt er mindestens zwei Mal wöchentlich und überhaupt "fahr ich überall hin, nach Salzburg oder durch das gesamte Waldviertel. Gott sei Dank, dass ich noch so mobil sein darf. Meine Frau ist 85, ohne Auto wäre das ein großes Problem."
Seine Kinder freuen sich, "dass ich das noch schaffe. Keiner gibt Anregungen, wie 'du solltest damit aufhören.' Die freuen sich, dass ich verantwortungsbewusst bin. Mein Motto ist nicht, dass ich so schnell ans Ziel komme, sondern sicher ankomme."

"Ich fahre jeden Tag"

Josefine Rehatschek (87) hat noch viel vor im Leben und sie hat auch einiges hinter sich. Im Herbst startet sie mit dem Projekt, ein Buch über ihr Leben zu schreiben. Die Graselwirtin, die soeben ihr Wirtshaus verkauft hat, kam in den Genuss der Unterstützung von Josefine. 30 Jahre hat sie dort täglich geholfen. Ist auch sehr häufig einkaufen gefahren für den Gastronomiebetrieb.
"Aber auch jetzt fahr ich täglich in das Gasthaus zu den neuen Besitzerinnen und bringe Schnittlauch usw. hin. Auch privat fährt sie selbst einkaufen nach Horn, Gars und Eggenburg. "Ich habe keinerlei Schmerzen, nur mit dem Hören ist es zeitweise ein wenig problematisch."
Den Führerschein gibt praktisch fast keiner zurück, heißt es seitens der Bezirkshauptmannschaft Horn. Das ist in zehn Jahren nur zweimal vorgekommen.

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