Leerstandsberatung Tirol
Projekt verlängert – so haucht man alten Häusern neues Leben ein

Werner Burtscher in einer alten Zirbenstube, die der perfekte Ort für das Interview war.  | Foto: Tatschl
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  • Werner Burtscher in einer alten Zirbenstube, die der perfekte Ort für das Interview war.
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Mein Bezirk traf Architekt Werner Burtscher, der über die Tiroler Leerstandsberatung, das große Potenzial alter Gebäude und warum persönliche Gespräche oft den entscheidenden Anstoß geben, berichtete. Bereits im April hatte Mein Bezirk die Leerstandsberatung in Imst angekündigt, LH Anton Mattle war im Vorfeld anwesend. Was ist daraus geworden? 

Mein Bezirk: Herr Burtscher, im April fanden tirolweit Pop-up-Stores zur Leerstandsberatung statt. Wie fällt Ihre Bilanz aus?

Sehr positiv. In nahezu allen Regionen Tirols konnten sich Interessierte unkompliziert über den Umgang mit leerstehenden Gebäuden informieren. Die große Frage lautete dabei oft: Was tun mit unserem alten Haus? Genau dafür wollten wir erste Antworten und Perspektiven aufzeigen.

Was stand bei den Veranstaltungen im Mittelpunkt?

Neben den persönlichen Beratungen gab es Vorträge und Führungen, die das Potenzial bestehender Gebäude sichtbar machen sollten. Es geht darum, den Blick zu verändern: Nicht immer ist ein Neubau die beste Lösung. Viele ältere Häuser lassen sich mit guten Konzepten wieder sinnvoll nutzen – und das schont Boden, Ressourcen und letztlich auch unseren Lebensraum.

Wie wurde das Angebot in Imst angenommen?

Allein in Imst haben rund 14 Personen das Beratungsangebot genutzt. Daraus sind vier Besichtigungstermine bei leerstehenden Häusern entstanden. Einige Beratungen sind noch im Gange, die Rückmeldungen sind aber bereits sehr ermutigend.

Was macht die Vor-Ort-Beratung so wirkungsvoll?

Wenn man gemeinsam durch ein Gebäude geht, entstehen oft ganz neue Ideen. Viele Eigentümerinnen und Eigentümer sehen plötzlich wieder Möglichkeiten, wo sie vorher nur Probleme gesehen haben. Diese persönliche Begleitung motiviert dazu, Gebäude aus ihrem „Dornröschenschlaf“ zu holen und sich aktiv mit ihrer Zukunft auseinanderzusetzen.

Zeigt sich bereits, dass die Initiative Wirkung entfaltet?

Ja, eindeutig. Seit dem Start im Herbst 2024 wurden in 13 Gemeinden bereits 25 Eigentümerinnen und Eigentümer beraten oder informiert. Das zeigt, dass der Bedarf vorhanden ist und das Angebot angenommen wird.

Das Projekt wird also fortgesetzt?

Genau. Die Leerstandsberatung ist eine gemeinsame Initiative der EU, des Bundes, des Landes Tirol, der Gemeinden und der Regionalmanagements. Aufgrund der positiven Entwicklung wurde das Projekt um weitere zwei Jahre verlängert und läuft nun bis Ende 2027.

Wie können Interessierte Kontakt aufnehmen?

Die Beratung ist kostenlos. Wer sich informieren oder einen Termin vereinbaren möchte, kann mich telefonisch unter 0699 16 890098 oder per E-Mail an architekt@wernerburtscher.com kontaktieren. Auch das Regionalmanagement Imst in Roppen informiert über das Angebot.

Danke für das Gespräch!

Das Interview führte Barbara Tatschl

Werner Burtscher in einer alten Zirbenstube, die der perfekte Ort für das Interview war.  | Foto: Tatschl
Werner Burtscher kompetent vor Ort bei einer Leerstandsberatung.  | Foto: Tatschl
Leerstandsberatung im April vor dem Pop-up-Store in Imst. Information für Eigentümer:innen und Vorträge standen im Mittelpunkt.  | Foto: Burtscher
Mit Vertreter:innen des Regionalmanagements im Pop-up-Store in der Kramergasse in Imst. | Foto: Burtscher
Foto: Burtscher
Foto: Burtscher
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