Die (viel)fältigste Sammlung!

Noaflhaus-Leiterin Mag. Anne Potocnik-Paulitsch und Dr. Johann Gapp zeigen Schmetterlinge in allen Formen, dazu werden Kunstwerke und auch Briefmarken ausgestellt.
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TELFS. Alle Falter, die in Tirol heimisch sind oder waren zeigt der Heimatbund Hörtenberg in einer Sonderausstellung ab dem 28. September im Telfer Noaflhaus. Erstmals seit vielen Jahren wird der wertvolle Schmetterlings-Schatz der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

„Sie ist eine der bedeutendsten und größten Typensammlungen in ganz Europa“, ist Dr. Johann Gapp überzeugt, er betreut die Sammlung seit 1968, übernommen hat er sie von Luis Steger und Franz Dolezal (von 1927 bis 1962 tätig).

Webmeister Dolezal aus Böhmen (geb. 1878) ließ sich in Telfs nieder und arbeitete in der Fa. Pischl. Seine Leidenschaft galt besonders den Schmetterlingen, die erfüllte ihn bis zum Tod 1962.

Wie Dolezal beschäftigte sich auch Luis Steger (seit 1944 in Telfs) in seiner Freizeit mit dem Studium von Schmetterlingen und hielt Vorträge, etwa über Kuriositäten in der Umgebung von Telfs. Ein einheimischer Falter hat es ihm besonders angetan: Der Apollofalter. Er malte sogar ein Verzeichnis von über 264 Apollofalter-Mustern und beschrieb sie. Zehn Jahre nach Dolezahl, 1972, starb auch Steger – beide hinterließen den Telfern eine der wohl beeindruckendsten Sammlungen, die 3840 Schmetterlinge umfasst (Steger 401, Dolezal 3439).

Alle die in Tirol vorkommenden Schmetterlinge sind in Schaukästen ausgestellt, darunter auch inzwischen augestorbene, großteils stammen die Exponate von Dolezal.

Um Sammlung beneidet
„Wir werden um diese Sammlung beneidet. Auch das Zeughaus in Innsbruck wollte die Sammlung ausstellen, Gapp war dagegen: „Diese Sammlung ist ein Aushängeschild für Telfs, ein Zuckerl für die Besucher im Heimatmuseum.“ Seiner Haltung ist es zu verdanken, dass die Sammlung noch heute besteht: „Unter Bgm. Kopp haben wir dann doch zwei kleinere Sammelkästen dem Zeughaus als Leihgabe überlassen, es war vor der Sill-Überschwemmung! Die Flut hat beiden Kästen mitgenommen, die sind für immer verloren!“ Einige der ausgestorbene Exemplare sind damit für immer dahingeflossen. Gapp: „Nur gut, dass wir nicht alle Kästen hergegeben haben!“

Für die Zukunft erhalten
Johann Gapp wird von seinem Sohn Constantin unterstützt, der bereitete die Sammlung für eine Präsentation über das Internet vor. „Er hat alle Daten aufgenommen, die Dolezal bei jedem Schmetterling auf einem Etikett dazugeschrieben hat, damit braucht man die Kästen nicht mehr öffnen um zu den Daten zu gelangen und es kommen so keine Schädlinge mehr herein“, erklärt Gapp eine Maßnahme zur nachhaltigen Erhaltung der Sammlung. Übrigens: Schmetterlinge sammeln ist heute verboten. Die bestehende Sammlung ist per Mausklick hier einsehbar:
www.telfs.com/noafl/schmetterlingpage

Zur AUSSTELLUNG:
Ausstellungseröffnung ist am Mittwoch, den 28. September, um 19 Uhr. Ansprachen: Bgm. Härting und Dr. Johann Gapp.

Die Schau wird ergänzt mit Fotos, Bildern von Telfer Künstlern, Schautafeln, Briefmarken, Kunsthandwerk, WortPräsentation aus dem www.sprachkabi.net uvam. und Infos.

Öffnungszeiten: Mo. bis Sa.: 10 bis 12 Uhr (bis 21.10.2011).

Für Schulklassen und Kindergarten steht ein museumspädagogisches Programm nach Voranmeldung zur Verfügung (Tel.: 05262/62709-20 od. 0676/83038307). Vorlesestunden zum Thema bietet die Kinderbücherei am 17. Und 18. 10. jeweils 15:30 – 17 Uhr (Anmeldung: 0676/83038267).

Autor:

Georg Larcher aus Telfs

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