Teures Collier entwendet
Das ist bisher über den spektakulären Kunstraub im MAK bekannt
- Museumscoup: Die Polizei fahndet nach diesen beiden Männern. Sie sollen im Wiener MAK eine Vitrine eingeschlagen und das abgebildete Collier gestohlen haben.
- Foto: Collage/LPD Wien
- hochgeladen von Kevin Chi
Am helllichten Tag schlagen zwei Männer in einem Museum im Herzen Wiens eine Vitrine ein und verschwinden mit einem wertvollen Collier. Der spektakuläre Kunstraub ereignete sich im MAK, wie mittlerweile offiziell bestätigt wurde. Was bisher über den Coup bekannt ist.
WIEN/INNERE STADT. Am Donnerstag gegen 14 Uhr schlugen zwei bislang unbekannte Männer in einem Museum am Stubenring eine Glasvitrine ein. Sie nahmen ein Ausstellungsstück an sich und flüchteten in unbekannte Richtung. Trotz umfangreicher Fahndungsmaßnahmen, bei denen auch ein Personenspürhund eingesetzt wurde, konnten sie zunächst entkommen.
Auf MeinBezirk-Anfrage wollte die Polizei am Donnerstagabend weder das betroffene Museum noch Einzelheiten zur Beute nennen. Später bestätigte das Museum für angewandte Kunst (MAK) offiziell den Diebstahl. Verletzt wurde niemand.
Collier mit 673 Diamanten besetzt
Das entwendete Collier war Teil der Ausstellung "Glanzstücke. Van Cleef & Arpels High Jewelry × Meisterwerke aus der MAK-Sammlung". Zu den laufenden Ermittlungen und weiteren Details könne derzeit keine Auskünfte gegeben werden, so das Museum. Das MAK bleibt geöffnet, seit Freitagvormittag kann man auch wieder die vorübergehend geschlossene Ausstellung "Glanzstücke" besuchen.
Die Bedingungen für die Wiedereröffnung wurden in enger Abstimmung mit der Polizei geprüft, heißt es vom MAK, der sichere Ausstellungsbetrieb sei gewährleistet.
- Das geraubte Collier soll Millionen wert sein – bestätigt wurde das von offizieller Seite bisher nicht.
- Foto: LPD Wien
- hochgeladen von Kevin Chi
Medienberichten zufolge handelt es sich bei dem entwendeten Collier um ein mit 673 Diamanten besetztes Unikat aus den späten 1930er-Jahren. Sein Wert dürfte mehrere Millionen Euro betragen. Bei einer Versteigerung im Auktionshaus Sotheby's im Jahr 2015 soll das Schmuckstück um 4,3 Millionen Dollar den Besitzer gewechselt haben.
Polizei fahndet nach Verdächtigen
Das Landeskriminalamt veröffentlichte auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Bilder der beiden Männer. Sie sollen 1,70 bis 1,75 Meter groß und schlank sein, dunkle Haare sowie einen dunklen Bart haben.
Zur Tatzeit trugen sie schwarze Oberbekleidung und dunkle Turnschuhe mit weißer Sohle. Hinweise nimmt das Landeskriminalamt unter 01/31310-33800 entgegen – auch anonym.
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