Wiener Linien
Erste Wasserstoff-E-Busse rollen emissionsfrei durch die City
- Der neue Wasserstoff-E-Bus der Wiener Linien vor dem Stephansdom.
- Foto: Wiener Linien / Simon Wöhrer
- hochgeladen von Kevin Chi
Ab Montag fährt Wien in eine neue Mobilitätsära: Die Wiener Linien setzen erstmals auf eine Flotte von zehn Wasserstoff-E-Bussen, die emissionsfrei und ohne Ladepausen durch die City unterwegs sind.
WIEN/INNERE STADT. Die Wiener Linien bringen ab Montag, 22. September, eine technologische Premiere auf die Straßen: Zehn kompakte E-Busse mit Wasserstoff-Brennstoffzellen starten ihren regulären Betrieb auf den Linien 2A und 3A in der Wiener City. Die neuen Fahrzeuge kombinieren Batterieantrieb mit nachhaltigem Wasserstoff und sollen so mehr Reichweite und Flexibilität ermöglichen.
Der Wasserstoff wird dabei von Wien Energie aus erneuerbaren Quellen produziert, die Wiener Netze stellen die Infrastruktur zum Betanken bereit, und die Wiener Linien bringen die Fahrgäste schließlich emissionsfrei ans Ziel.
Ganztägig im Einsatz
Seit 2013 setzt Wien auf elektrisch betriebene Busse, doch mit der nun eingeführten Brennstoffzellentechnologie entfällt das Nachladen während des Tages. Dank der erweiterten Reichweite können die Fahrzeuge ganztägig im Einsatz sein. Auch die Flottengröße wird optimiert: Statt zwölf Bussen reichen künftig zehn Fahrzeuge aus, ohne die Taktung einzuschränken.
"Die Dekarbonisierung des öffentlichen Verkehrs ist ein elementarer Schritt auf dem Weg zur Mobilitätswende. Mit den neuen Bussen für die Wiener Innenstadt gehen die Wiener Linien genau diesen Weg", freute sich Peter Hanke, Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (SPÖ).
- V.r.n.l. – Öffi-Stadträtin Ulli Sima, Monika Unterholzner, stv. Generaldirektorin der Wiener Stadtwerke, Markus Figl, Bezirksvorsteher Innere Stadt, Gudrun Senk, technische Geschäftsführerin der Wiener Linien.
- Foto: Wiener Linien / Simon Wöhrer
- hochgeladen von Kevin Chi
Auch Öffi-Stadträtin Ulli Sima hebt die Bedeutung für das Klimaziel hervor: "Diese Hightech-Busse verbinden Batteriebetrieb mit Wasserstofftechnologie und bringen uns einen weiteren Schritt näher zur Klimaneutralität."
12 Millionen Euro investiert
Von außen ähnelt das neue Rampini-Modell "Hydron" seinem Vorgänger, im Inneren steckt jedoch eine 175-kWh-Batterie plus Brennstoffzelle, die während der Fahrt Strom erzeugt. Der 230-kW-starke Motor ermöglicht so ganztägige Fahrten ohne Ladepause. "Dank der innovativen Batterie-Wasserstoff-Busse ist nun ein ganztägiger Linienbetrieb ohne Ladeunterbrechungen möglich", erklärt Gudrun Senk, technische Geschäftsführerin der Wiener Linien.
Insgesamt fließen rund 12 Millionen Euro in die Anschaffung und Instandhaltung der Busse – finanziert durch die Wiener Linien, das Infrastrukturministerium und die EU. Getankt wird mit grünem Wasserstoff, der direkt in Simmering aus Ökostrom produziert wird. Neben den E-H2-Bussen sollen noch heuer auch reine Wasserstoffbusse von CaetanoBus in den Fahrbetrieb aufgenommen werden – auf der Linie 39A zwischen Sievering und Heiligenstadt.
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