Bildungsoffensive
Mahrer setzt Schritte gegen Fachkräftemangel

WKÖ-Chef Harald Mahrer kündigt fünf Leuchtturmprojekte im Bereich Berufsbildung an.

ÖSTERREICH. Schreibt eine Firma einen Job aus, so kommen kaum Bewerbungen rein, schildert der Personalmanager Robert Koenes von Iventa seine Erfahrungen im Gespräch mit den Regionalmedien Austria. Besonders stark ausgeprägt ist der Fachkräftemangel bei IT-Jobs und in der Technik.

Personal mit Lehrabschluss sehr gefragt

Doch auch andere Branchen finden kaum Personal, fragt man die Betriebe. Laut Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) leiden 75 Prozent der Betriebe unter starkem Fachkräftemangel. Besonders gefragt sind laut einer Umfrage des Instituts für Bildungsforschung der Wirtschaft Personen mit Lehrabschluss. 60 Prozent der befragten Betriebe gaben hier eine hohen Mangel an.

Von der dualen zur trialen Ausbildung

Mit einer Bildungsoffensive will WKÖ-Präsident Harald Mahrer das Problem angehen. Dafür plant die WKÖ fünf Initiativen und jährliche Investitionen von 500 Millionen Euro. Eine virtuelle Lernplattform, die Mahrer als "Netflix der Bildung" bezeichnet, auf der alle verfügbaren digitalen Bildungsangebote gebündelt werden, soll geschaffen werden. Die duale Ausbildung wird zu einer trialen Berufsbildung erweitert. Neben der Berufsschule und der Ausbildung im Betrieb, sollen als drittes Element soziale Kompetenzen und digitale Fertigkeiten vermittelt werden.

Mehr Maturanten in Lehre locken

Auf dem "Campus der Wirtschaft" soll die Wissensvermittlung von Unternehmen zu Schülern, Lehrlingen und Studenten eng verknüpft werden. Bis 2025 sollen drei solcher Standorte eröffnen. Und als fünften Punkt will Mahrer mehr Wirtschaft in die Schule bringen. Forcieren möchte Mahrer zusätzlich noch die Lehre für Erwachsene. In Oberösterreich findet dies bereits im Rahmen der sogenannten dualen Akademie statt. Zielgruppe dieser Akademie sind AHS-Maturanten, die ein Traineeprogramm direkt in einem Betrieb absolvieren und währenddessen schon ein Einstiegsgehalt erhalten.

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