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Sprachencafé erhält „Preis der Vielfalt“

Die VertreterInnen des Sprachencafés, Cecilia Proaño de Weber (Tischbetreuerin, Spanisch, 2. v. l.), Ursula Jenewein (Tischbetreuerin, Deutsch, M.) und Manuela Schweigkofler (Geschäftsführerin des Haus der Begegnung, 2. v. r.) bekamen den Preis der Vielfalt überreicht. Laudator Wolfgang Hackl (l.) und Stadträtin Elisabeth Mayr (r.) gratulierten herzlich.
  • Die VertreterInnen des Sprachencafés, Cecilia Proaño de Weber (Tischbetreuerin, Spanisch, 2. v. l.), Ursula Jenewein (Tischbetreuerin, Deutsch, M.) und Manuela Schweigkofler (Geschäftsführerin des Haus der Begegnung, 2. v. r.) bekamen den Preis der Vielfalt überreicht. Laudator Wolfgang Hackl (l.) und Stadträtin Elisabeth Mayr (r.) gratulierten herzlich.
  • Foto: IKM/D. Hofer
  • hochgeladen von Arno Cincelli

Initiative ermöglicht interkulturellen Austausch.

INNSBRUCK (IKM). Das Sprachencafé im Haus der Begegnung ist Träger des Preises der Vielfalt 2018. Mit dieser Auszeichnung ehrt die Stadt Innsbruck seit 2008 Personen und Institutionen, die sich im alltäglichen Leben um Integration von Zugewanderten besonders verdient gemacht haben und das Zusammenleben in der Stadt fördern. Die mit 4.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde am 10. Dezember im Rahmen eines Festaktes in der Stadtbibliothek vergeben.

„Sprache ist ein wichtiger Schlüssel zu Bildung, zur gesellschaftlichen Teilhabe und zur Kultur und Lebensweise eines Landes“, begrüßt Integrationsstadträtin Elisabeth Mayr das Sprachencafé, das vom Haus der Begegnung seit sechs Jahren erfolgreich durchgeführt wird: „Bei dieser Aktion wird es besonders deutlich: Beim Reden kommen die Leute zusammen. Hier treffen sich Alt und Jung, Tiroler und Nicht-Tiroler, Sprachprofis und Anfänger. Gerade der Deutschtisch leistet einen positiven und wertvollen Beitrag zur Integration und zum Zusammenleben.“ Das kostenlose Angebot sei für alle gedacht, die sich nicht nur für einen sprachlichen Austausch interessieren, sondern Freude an neuen Dingen und fremden Kulturen haben.

Jury stimmt für Vorzeigeprojekt

In der Jury waren Stadträtin Mag.a Elisabeth Mayr, Gemeinderätin Zeliha Arslan, Hannes Gstir (Land Tirol), Andrea Cater-Sax (Tiroler Soziale Dienste) und Wolfgang Andexlinger (Stadtplanung, Stadtentwicklung und Integration). Die Laudatio hielt Wolfgang Hackl (Institut für Germanistik, Leopold-Franzens-Universität). Die Jury hob in ihrer Begründung die Bedeutung des Sprachencafés für ein gelungenes Zusammenleben in Innsbruck hervor: „Das Sprachencafé hat Vorbildfunktion: Mehrsprachigkeit wird von den Beteiligten als Wert erkannt und nicht als Problem gelebt. Es ist ein unaufgeregtes, alltagstaugliches Projekt auf Augenhöhe. Die TeilnehmerInnen – eine ausgewogene Mischung von Männern und Frauen – bestimmen jeweils die Themen selbst, die besprochen werden, das heißt jede und jeder wird zur Fachfrau bzw. Fachmann.“

Das Sprachencafé im Haus der Begegnung

Das Sprachencafé bietet die kostenlose Möglichkeit, sich zweimal im Monat mit MuttersprachlerInnen an einem Tisch zu treffen. Das Angebot dient dem interkulturellen Austausch und steht allen ohne Anmeldung offen. Organisiert wird das Sprachencafé vom Haus der Begegnung, die GesprächsleiterInnen in ihrer jeweiligen Muttersprache sind jedoch 15 bis 20 Ehrenamtliche. Pro Abend besuchen im Durchschnitt 45 Gäste das Sprachencafé. Derzeit gibt es Tische für Arabisch, Chinesisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Portugiesisch, Russisch und Spanisch. Auf Nachfrage werden Sprachtische für weitere Sprachen organisiert. Der nächste Termin ist am Dienstag, 18. Dezember, von 18.00 bis 20.00 Uhr.

Ausstellung zur Vielfalt in Innsbruck

Passend zum Thema ist derzeit im 1. Stock der Stadtbibliothek (Amraser Straße 2) die Ausstellung „Migration(s)hintergrund – Zusammenleben: Vordergrund“ zu sehen, die Porträts von Menschen mit Migrationsgeschichte zeigt. Mit dieser Ausstellung des Fotografen Andreas Amplatz lädt das Amt für Stadtplanung, Stadtentwicklung und Integration gemeinsam mit Projektpartnern wie Österreichisches Rotes Kreuz Tirol, Land Tirol (Abt. Gesellschaft und Arbeit), BFI Tirol, Haus der Begegnung und anderen ein, über die Vielfalt und die Entwicklung von Stadt zu diskutieren.

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