Ankauf eines eigenen Hubschraubers für Tirol

In Tirol ist die Anschaffung eines ganzjährig stationären Hubschraubers geplant
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  • Foto: Land Tirol
  • hochgeladen von Sabine Knienieder

TIROL. Der Abschluss einer so genannten 15a-Vereinbarung zwischen dem Bund und dem Land Tirol sowie der Beschluss des Innenausschusses im Nationalrat machen den Ankauf eines eigenen Hubschraubers für den Zivil- und Katastrophenschutz in Tirol möglich.

Platter: Ganzjährig in Tirol stationierter Hubschrauber notwendig

„Die Waldbrände der jüngsten Vergangenheit, die zahlreichen Murenereignisse und nicht zuletzt der beginnende Winter mit den ersten Lawinenunglücken haben uns einmal mehr eindringlich vor Augen geführt, wie wichtig der Ankauf und Einsatz eines ganzjährig im Land stationierten Hubschraubers für die künftige Versorgung Tirols im Katastrophenfall ist“, so Landeshauptmann Günther Platter. Die Vereinbarung für diesen Hubschrauber gilt nun für die kommenden 15 Jahre. Tirol nimmt hier österreichweit eine Vorreiterrolle ein. In den anderen Bundesländern wird erst geprüft und anschließend der Bedarf einer Einrichtung eines Hubschrauberdienstes erhoben.

Kosten und Finanzierung des Haubschraubers

Der Hubschrauber soll vom Land Tirol finanziert werden. Die Kosten für den ganzjährigen Betrieb und die Kosten für die Besatzung werden vom Innenministerium getragen.
Der Hubschrauber kostet maximal vier Millionen Euro. Er wird speziell für den Katastrophenschutz ausgerüstet, zusätzlich wird er auch im hochalpinen Gelände einsetzbar sein. Der Hubschrauber soll nun möglichst schnell bereit gestellt werden.

Rasche Anschaffung des Hubschraubers

Aktuell läuft ein Ausschreibungsverfahren für den Hubschrauber. Die Entscheidung soll dann im Frühjahr 2017 im Landtag gefällt werden. Nach etwa sieben bis zehn Monaten soll er dann - entsprechend aufgerüstet und ausgestattet - geliefert werden. Ab Ende 2017 bis Anfang 2018 soll der Hubschrauber dann einsatzbereit sein. „Der Hubschrauber wird Tirol in jeglicher Hinsicht noch sicherer machen. Sei es, wenn er von uns im Katastrophenfall eingesetzt wird, sei es aber auch, wenn er dem Innenministerium für Polizeizwecke zur Verfügung steht.", so Landeshauptmann Günther Platter.

Regelung des Katastrophenschutzes in Österreich

In Österreich ist der Katastrophenschutz Landessache. Allerdings ist es wirtschaftlicher, sparsamer und zweckmäßiger, wenn Bund und Land hier zusammenarbeiten. Daher überwiegen bei der Zusammenarbeit die Vorteile. "Das Bundesministerium für Inneres stationiert seine Sicherheitsexperten, Piloten und Bergespezialisten, die es für die Vollziehung seiner Sicherheitsaufgaben braucht, in Tirol und stellt dieses Personal im Katastrophenfall der Allgemeinheit zur Verfügung", so Nationalrat Hannes Rauch.

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