Causa Signa
Vor Verkauf des Kaufhauses Tyrol müssen Probleme gelöst werden
- Für einen attraktiven Preis müssen im Kaufhaus Tyrol einige Probleme gelöst werden.
- Foto: zeitungsfoto.at
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Das Kaufhaus Tyrol steht im Zusammenhang mit der Causa Signa erneut im Fokus. Die beiden zentralen Gesellschaften der Gruppe, Signa Prime Selection und Signa Development Selection, die Teil des Konzerns mit angeblich rund 1.000 Unternehmen sind, befinden sich derzeit in einem Sanierungsverfahren unter Treuhandverwaltung. Im Rahmen dieser Treuhandlösung ist eine langfristige Verwertung von Immobilien, wie dem Kaufhaus Tyrol, vorgesehen.
INNSBRUCK. Wolfgang Peschorn, Präsident der Finanzprokuratur, legte gegen die von den Gläubigern bestätigte Treuhandlösung Einspruch ein und erhielt vom Oberlandesgericht Wien Recht. Die Treuhandlösung sah ursprünglich eine Verwertung der Immobilien über einen längeren Zeitraum vor. Peschorn sprach sich jedoch für ein Konkursverfahren aus, da er sich davon eine vollständige Aufklärung der Causa erhoffte. Die beiden betroffenen Signa-Gesellschaften haben daraufhin jeweils einen Revisionsrekurs beim Obersten Gerichtshof (OGH) eingelegt. Mit einer Entscheidung wird gegen Ende dieses Jahres oder Anfang des nächsten Jahres gerechnet.
Kaufhaus Tyrol
Die Insolvenzen von Esprit und Depot haben Auswirkungen auf die Signa-Immobilie Kaufhaus Tyrol in Innsbruck. Der Media Markt wird in wenigen Wochen im November vom 4. Stock im Kaufhaus Tyrol in die Cyta nach Völs übersiedeln. Die Frage eines Nachmieters scheint noch ungeklärt. Zudem soll Kastner & Öhler über ein Sonderkündigungsrecht verfügen, falls der Umsatz unter einen bestimmten Schwellenwert fällt. Laut APA-Recherche müssten diese Probleme gelöst werden, um das Kaufhaus in Innsbruck zu einem attraktiven Preis verkaufen zu können, andernfalls sei mit einem entsprechenden Preisabschlag zu rechnen.
Das Dossier zur Causa Benko auf MeinBezirk finden Sie hier
- LAut APA soll Kastner & Öhler über ein Sonderkündigungsrecht verfügen, falls der Umsatz unter einen bestimmten Schwellenwert fällt.
- Foto: Pfisterer
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Verwertungsprobleme
Bei der Verwertung der Immobilien sei zu bedenken, dass bis zu zwölf Unternehmen zwischen einer der beiden Signa-Gesellschaften und den PropCos - den Eigentümern der Immobilien - zwischengeschaltet seien, hieß es aus der Immobiliengruppe. Da müssten auch Kreditgeber und Zwischengesellschaften berücksichtigt werden. Eine Verwertung der Immobilien sei nur sinnvoll, wenn auch für die Masse etwas übrig bleibe. Bei einigen Projekten stehe man in Verhandlung, hieß es aus der Signa-Gruppe. Das "Goldene Quartier" in Wien sei voll vermietet. Hier könne man von einem Verkauf im dritten Quartal nächsten Jahres ausgehen. Als schwierig erweise sich derzeit zum Beispiel das Projekt Korneuburg, hieß es aus der Immobiliengruppe. So habe zwar die Gemeinde eine Million Euro in das Projekt gesteckt, aber derzeit blockiere die Gemeinde. Aber ohne der zuvor geplanten Umweltverträglichkeitsprüfung und Widmung sei das Projekt nicht veräußerbar. Als mögliche Gründe dafür werden hier die anstehenden Nationalratswahlen sowie die Gemeinderatswahlen Anfang nächsten Jahres angenommen.
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