11.08.2017, 13:27 Uhr

Große Freude für die Tiroler Don Bosco Schwestern

(Foto: Don Bosco Schwestern)

Schwester Bernadeth Geiger legte ihre Ewigen Gelübde ab – vier Mitschwestern feierten ihr Ordensjubiläum

Schwester Bernadeth sagt auf ewig "Ja"

Am 5. August 2017 legte Bernadeth Geiger FMA im deutschen Magedeburg ihre Ewigen Gelübde als Don Bosco Schwester ab. Hauptzelebrant des Messfeier war Pater Stefan Geiger OSB, der Bruder von Schwester Bernadeth. Er führte in seiner Predigt zurück zu den Ursprüngen des Ordens. So führte er aus, wie Ordensmitgründerin Maria Mazzarello beharrlich ihrer Berufung folgte. „Am Anfang steht die Antwort Maria Mazzarellos auf den Ruf Gottes.“ So sei die Profess die Antwort auf die Liebe Gottes, so der Benediktiner, der – wie seine Schwester – selbst zum Ordensleben berufen wurde.

Schwester Bernadeth dankte allen Wegbegleiter/innen. Den Kindern und Jugendlichen sagte sie dazu: „Ohne euch gäbe es uns als Don Bosco Schwestern nicht“.

Schwester Bernadeth Geiger FMA ist offen für die Zeichen der Zeit

Schwester Bernadeth Geiger FMA (32) ist in Perfuchsberg bei Landeck in Tirol mit zwei Brüdern und einer Schwester aufgewachsen. Nach der Matura als Landwirtschaftliche Facharbeiterin ging sie als Freiwilligenhelferin nach Kambodscha. In einer Schule der Don Bosco Schwestern arbeitete sie ein Jahr lang als Koch- und Englischlehrerin. 2007 begann sie ihre Ordensausbildung bei den Don Bosco Schwestern und legte ihre Ersten Gelübde 2011 ab.

Anschließend war sie vier Jahre in Stams/Tirol in einem sozialpädagogischen Mädchenwohnheim und ein Jahr im Grundschulhort in Hall tätig und absolvierte berufsbegleitend die Ausbildung zur diplomierten Sozialpädagogin.

Nachdem die österreichische und die deutsche Provinz der Don Bosco Schwestern 2014 zusammengeschlossen wurden, wechselte Schwester Bernadeth 2015 vom Bergland ins Flachland. In Magdeburg ist sie seither im Kinder- und Jugendzentrum „Don Bosco“ tätig und Mitglied im Team für Berufungspastoral des Bistums. Was macht sie in ihrer Freizeit? „Ich bewege mich gerne ob Rad fahren, Schwimmen oder wandern.“

Danke für euer Wirken

Vier weitere Don Bosco Schwestern aus Tirol erinnern 2017 an ihr Ordensjubiläum: Schwester Regina Maier, Schwester Veronika Kreuzberger, Schwester Theresia Kromoser und Schwester Luzia Schöch.

Die tatkräftigen Mitschwestern sind seit 25, 40, 50 und sogar 65 Jahren für die Mitmenschen und ihre Gemeinschaft im Einsatz. Ihre Talente sind so vielseitig wie ihre Aufgaben: Eine ist begeisterte Kindergartenpädagogin, die andere ausgebildete Sozialarbeiterin, eine andere war Krankenschwester. Allen gemeinsam ist ihr praktisch gelebter Glaube und ihre Lebensweise verbunden im Geist ihrer Ordensgründer Maria Mazzarello (1837-1881) und Johannes Bosco(1815-1888). Diese beiden Persönlichkeiten gelten als Sozialheilige der katholischen Kirche, deren Pädagogik von Liebenswürdigkeit, Vernunft und Religion gekennzeichnet ist. Alljährlich legen zahlreiche Don Bosco Schwestern Anfang August ihre Gelübde ab. Dieses Datum erinnert an die Anfänge des Ordens am 5. August 1872, als die ersten jungen Frauen zusammen mit der heiligen Maria Mazzarello, ihre Versprechen ablegten.

25 Jahre Don Bosco Schwester: Regina Maier FMA im Einsatz für die Jüngsten

Schwester Regina Maier FMA (46) stammt aus Zeutschach in der Steiermark. Nach der Hauptschule besuchte sie die Fachschule für wirtschaftliche Berufe in Vöcklabruck und lernte so die Don Bosco Schwestern kennen.

1992 legte sie in Baumkirchen ihre Erste Profess ab. Nach der Ausbildung zur Kindergartenpädagogin in Innsbruck war sie zunächst sieben Jahre in Wien Hasenleiten und zehn Jahre in Klagenfurt als Leiterin des Kindergartens, der Krippe und auch der Gemeinschaft tätig. Anschließend wirkte Sr. Regina ein Jahr in der neuerrichteten Kinderkrippe in Rottenbuch.

Zurzeit leitet Sr. Regina die Gemeinschaft in Stams und im Provinzrat vertreten. Ein Ausspruch Don Boscos, der ihr viel bedeutet: „Steht mit den Füßen auf der Erde, aber wohnt mit dem Herzen im Himmel.“

40 Jahre Don Bosco Schwester: Veronika Kreuzberger FMA ging vom Finanzamt in den Orden

Schwester Veronika Kreuzberger FMA (69) stammt aus Bischofshofen in Salzburg. Nach dem Besuch der Handelsschule arbeitete sie neun Jahre lang beim Finanz- und Arbeitsamt, bis sie dann die Don Bosco Schwestern kennenlernte.

Nach ihrem Eintritt 1977 und dem Noviziat in Contra di Missaglia (Italien) verbrachte sie die ersten Ordensjahre in Innsbruck. In dieser Zeit machte sie auf der pädagogischen Akademie in Schwaz die Ausbildung zur Religionslehrerin.

Insgesamt 14 Jahre war Sr. Veronika als pädagogische Mitarbeiterin im Don Bosco Haus in Wien 13 tätig, fünf Jahre als Leiterin der Gemeinschaft in Stams.

Seit 2006 lebt sie in Baumkirchen und ist dort mit der Aufgabe der Hausökonomin betraut. Sie sagt: „Was mich trägt ist das Wort Gottes und der Glaube, dass einmal alles gut wird.“

50 Jahre Don Bosco Schwester: Theresia Kromoser FMA im Einsatz für die Jugend

Schwester Theresia Kromoser FMA (85) ist gebürtig aus Neuhofen an der Ybbs in Niederösterreich. Die Familie betrieb eine kleine Landwirtschaft und dort war das Zusammenhelfen auf dem Hof und in der Familie mit den kleineren Geschwistern eine Selbstverständlichkeit.

Gleich nach ihrer Ersten Profess 1957 besuchte sie zwei Jahre das ordenseigene pädagogische Institut in Turin. Fast 30 Jahre wirkte sie in verschiedenen Gemeinschaften als Kindergärtnerin und zum Teil auch als Gemeinschaftsleiterin: Stams, Gramatneusiedl, Wien, Klagenfurt und Baumkirchen.

Nach der aktiven Arbeit mit den Kindern nahm sie 1998-1999 an einem Pflegekurs teil, um sich bis 2006 in der Gemeinschaft der älteren Schwestern in Vöcklabruck in diesem Bereich einzubringen. Anschließend wechselte sie nach Stams, um dort noch ein weiteres Jahrzehnt im Haus mitzuhelfen, wo es ihr möglich war.

Seit zwei Jahren lebt sie nun in Vöcklabruck und durfte in diesem Jahr ihren 85. Geburtstag feiern.

65 Jahre Don Bosco Schwester: Luzia Schöch und ihr Herzensgebet

Schwester Luzia Schöch FMA (93) wurde als jüngstes von acht Kindern in Göfis/Vorarlberg geboren. Mit 25 Jahren lernte sie am Viktorsberg, wo sie als Küchenhilfe arbeitete, die Don Bosco Schwestern kennen. Nachdem sie bereits längere Zeit auf der Suche nach „ihrem“ Lebensort war, wurde ihr dort klar, wo der weitere Weg hingehen musste.
Im Januar 1950 trat sie in Eschelbach bei den Don Bosco Schwestern ein. Das Noviziat verbrachte sie im oberbayrischen Rottenbuch. Nach der Ewigen Profess machte sie in Innsbruck die Ausbildung zur Krankenschwester.

Fast ihr ganzes Ordensleben lang wurde ihr Verantwortung übertragen. So wurde sie direkt nach der Ewigen Profess zur Oberin in Innsbruck ernannt. Fast 14 Jahre lang war sie auch als Provinzrätin tätig.

Seit 20 Jahren lebt sie nun in Baumkirchen als die „gute Seele“ im Haus. Ihr Lieblingsgebet ist das „kleine Geheimnis“ – eine besondere Form des Herzensgebets, das ihr hilft in innerer Verbindung mit Jesus zu leben.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.