26.05.2017, 11:10 Uhr

Bono unterwegs: "Blutsauger haben Hochsaison"

Die Parasiten lauern überall: Zecken finden sich im flachen Rasen ebenso wie in Büschen oder hohem Gras.

Sommerzeit ist Zeckenzeit. Doch unsere Vierbeiner sind den Parasiten nicht schutzlos ausgeliefert.

Zecken sind häufig Überträger gefährlicher Krankheiten – nicht nur beim Menschen. Auch für Hunde und Katzen kann der Biss einer Zecke durchaus lebensbedrohlich sein. Borreliose und Anaplasmose sind mit die gefährlichsten Krankheiten, die durch die Blutsauger übertragen werden können. "Typische Krankheitssymptome sind, dass die Haustiere nahezu apathisch sind, wenig bis gar nichts fressen und 40 Grad Fieber haben", erläutert Peter Szabados, Tierarzt in Innsbruck. Erste Krankheitssymptome treten laut dem Experten zwischen vier und zehn Tage nach dem Zeckenbiss auf.

Täglich absuchen!

Die wichtigste Maßnahme, um seinen Vierbeiner zu schützen, ist, diesen täglich nach Zecken abzusuchen. "Die Viren und Bakterien, welche die Zecken in sich tragen, werden erst 12 bis 48 Stunden nach dem Biss aktiviert. Wenn die Zecke vorher entfernt wird, ist das Risiko einer Übertragung minimal", erläutert Szabados. Dennoch empfiehlt er dringend, Hund oder Katze mit Tabletten oder Spot-On zu behandeln. Diese bewirken, dass die Zecken abfallen, sobald sie – nach dem Biss – in Kontakt mit dem Mittel kommen.

Beratung durch Tierarzt

"Die Panikmache vor diesen Mitteln ist nicht gerechtfertigt. Nebenwirkungen sind sehr selten. Allerdings gibt es den Irrglauben, dass die Mittel verhindern, dass die Zecken zubeißen. Das stimmt definitiv nicht", erläutert der Fachmann. Dennoch sollte man sich vom Tierarzt über das geeignete Mittel beraten lassen. "Ich fress' meine Zeckentabletten aber nur, wenn sie in Schinken und Hüttenkäse eingerollt sind", meint euer Bono.
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