08.11.2017, 05:00 Uhr

Neue Sportstätte nimmt Gestalt an

Sportstätte Wiesengasse: Künftig werden zwei Tennisplätze in dieser Halle entstehen.

Die Sportunion wird nächstes Jahr eine neue Sportstätte beziehen: In der Wiesengasse entsteht ein Komplex für Tennisspieler und Beachvolleyballer.

INNSBRUCK. Nach einer wenig glorreichen Geschichte soll in der Wiesengasse eine Sportstätte entstehen, die den modernen Erwartungen der Zeit entspricht. Zuvor war in der Wiesengasse, direkt an der Autobahn, die einzige Beach-volleyballhalle der Stadt untergebracht. Nachdem die Anlage wegen ihrem desolaten Zustand durch jegliche bau- und feuerpolizeiliche Auflage gefallen wäre, stand sie eine Weile lang leer und war eigentlich zum sofortigen Abriss bestimmt. Sie fungierte dann aber monatelang als "Übergangslösung" zur Unterbringung von hunderten von Flüchtlingen und machte wegen mangelndem Strom, schlechter Kanalisation und dem von über 1.300 km angelieferten Essen Schlagzeilen in den Tiroler Medien. Bei der Firstfreier des neuen Sportzentrums erinnerte sich niemand an diese Zustände: Ein modernes Gebäude steht der Sportunion bald als Ersatz der Flächen im Campagne-Areal – wo über 1.000 Wohnungen in mehreren Etappen entstehen – zur Verfügung. Einzug ist für Ende April 2018 geplant.


Knapp 6 Mio. €

Tennisspieler können sich über zwei überdachte Tennisplätze freuen, im Außenbereich stehen neun Tennisplätze zur Verfügung. Weitere vier Beachvolleyballplätze werden auch errichtet. Ein besonderer Belag soll außerdem die Nachbarn glücklich machen: Der durchs Beachvolleyballspielen entstehende Staub soll sich dadurch in Grenzen halten.
Bauherr ist die Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG), die für das Projekt 5,5 Mio. Euro in die Hand genommen hat. 430.000 Euro wurde von der Sportunion beigesteuert. Zum ersten Mal wird die Sportunion (in Tirol zählt sie 80.000 Mitglieder) eine Zentrale haben, in der Lager und Büroräumlichkeiten an einem Ort zusammengeführt sind. Die Sportler freuen sich zwar über die neue Sportstätte, aber einige Wermutstropfen bleiben: Der Verkehrslärm von der Autobahn ist unüberhörbar und auch die Parkplatzsituation lässt zu wünschen übrig.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.