10.10.2016, 12:21 Uhr

Positiver seilbahnrechtlicher Bescheid für neue Patscherkofelbahn liegt vor

INNSBRUCK (kr). Die Verbesserung des Angebotes am Innsbrucker Hausberg geht in die nächste Runde. Vor knapp einem Jahr fiel im Gemeinderat die Entscheidung für den Neubau der Bahn am Patscherkofel. Im Frühjahr 2016 wurde das Siegerprojekt der Vorarlberger Architekten Innauer & Matt von einer siebenköpfigen Fachjury ausgewählt. Nun liegt der positive seilbahnrechtliche Baubescheid vor. Ergänzend wurden die wasser- und forstrechtlichen Bewilligungen von der Behörde erteilt.

„Mit diesem Bescheid ist der Weg frei für weitere wichtige Genehmigungen im Zusammenhang mit der Attraktivierung am Innsbrucker Hausberg, sodass dieser mit seinem Sommer- wie Winterangebot weiterhin zur Erhöhung der Lebensqualität der Innsbruckerinnen und Innsbrucker beträgt. Nun kann die rasche Umsetzung und Erneuerung der Anlagen angegangen werden“, betont Innsbrucks Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer.

„Ein weiterer wichtiger Schritt ist gesetzt. Mit den entsprechenden umfangreichen Auflagen im Bescheid erfolgt jetzt die Konkretisierung des Projektes. Somit kann nunmehr eine detaillierte Abschätzung der Kosten für die Hochbauten bzw. für künftige Weichenstellungen getroffen werden“, argumentiert DI Martin Baltes, Geschäftsführer der Innsbrucker Verkehrsbetriebe.

„Um den Zeitplan einhalten zu können, ist neben dem bereits im Sommer ergangenen positiven naturschutzrechtlichen Bescheid der seilbahnrechtliche Bescheid ein wesentlicher Meilenstein. Wenn wir bei diesem Tempo bleiben, kann die Bahn im Dezember 2017 in Betrieb gehen“, freut sich der Geschäftsführer der Patscherkofelbahnen, Dr. Thomas Scheiber.

Hintergrund
Seit dem Jahr 2014 ist die Patscherkofelbahn wieder in Innsbrucker Hand. Der Stadtsenat hat sich am 28. Oktober 2015 einstimmig für den Bau einer neuen Patscherkofelbahn ausgesprochen. Dies wurde in einer Sondersitzung des Gemeinderates am 30. Oktober 2015 bestätigt, sodass der Innsbrucker Hausberg weiterhin Sommer wie Winter erschlossen werden kann. Der Architektur-Wettbewerb startete im November 2015. Am 29. März 2016 wurde das Projekt von Innauer-Matt Architekten mit ihrem „ganzheitlichen Projekt am Berg“ zum Sieger gekürt. Für die Seilbahn selbst bekam die Firma Doppelmayr im April den Zuschlag.

Weiterer Zeitrahmen für die Umsetzung
Im Herbst 2016 wird die Seilbahn-Trasse vorbereitet. Im April 2017 erfolgt die Demontage der bestehenden Anlagen mit Ausnahme der Pendelbahn. Letztere soll im Sommer 2017 noch den Betrieb sicherstellen. Mit Wintersaison 2017/18 wird die neue Doppelmayr-Kabinenbahn in Betrieb gehen. Die Pendelbahn wird dann im Frühjahr 2018 demontiert.

Entwicklungsprozess rund um den Patscherkofel und Glungezer
Im Rahmen eines breit angelegten Entwicklungsprozesses für das südöstliche Mittelgebirge wurde zudem die zukünftige Positionierung und Ausrichtung der gesamten Region diskutiert. VertreterInnen aus den Bereichen Wirtschaft, Landwirtschaft, Kunst und Kultur, öffentliche Institutionen, Tourismus sowie engagierte BürgerInnen aus der Region einigten sich auf die künftige Positionierung des Plateaus zwischen Glungezer und Patscherkofel als aktivierende Vitalregion. Ein erstes deutliches Zeichen ist das gemeinsame Hüttenfest am 15. Oktober 2016.
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